Seenotrettung
Havarist brennt vollständig aus

Auf der Unterelbe ist das Boot eines alleinsegelnden Skippers in Brand geraten. Der 74-jährige Bootsführer konnte abgeborgen werden

  • Ricarda Richter
 • Publiziert am 07.06.2016

DGzRS - Die Seenotretter Seenotrettungsboot "Hermann Onken" der DGzRS im Einsatz für das brennende Segelboot nahe der Ostemündung

Am Montag, den 6. Juni, ist in der Ostemündung an der Unterelbe ein Aluminium-Segelboot vollständig ausgebrannt. Gegen 12.10 Uhr rief ein Sportboot über den internationalen Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 den Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" von der Station Cuxhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Die Besatzung hatte auf der Unterelbe nahe der Ostemündung beobachtet, wie ein anderes Sportboot ein brennendes Segelboot schleppte.

DGzRS - Die Seenotretter Ein Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr Cuxhaven an Bord der "Hermann Onken" bei der Brandbekämpfung

Während das ebenfalls in Cuxhaven stationierte Seenotrettungsboot "Hermann Onken" umgehend ablegte, gingen auf der "Hermann Helms" zunächst fünf Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Cuxhaven an Bord, bevor auch der Kreuzer Kurs auf den Unglücksort nahm. Etwa zeitgleich trafen die beiden Rettungseinheiten an der Ostemündung ein. Der etwa neun Meter lange Havarist war zu diesem Zeitpunkt bereits ein kleines Stück die Oste hinaufgeschleppt worden und lag dort vor Anker.
Drei der Feuerwehrleute wechselten auf die "Hermann Onken" und begannen mit der Brandbekämpfung. Die "Hermann Helms" wiederum übernahm den alleinsegelnden Skipper von einem kleinen Boot der Wasserschutzpolizei, das ihn zunächst an Bord genommen hatte. Im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers wurde der 74-Jährige erstversorgt. Da Verdacht auf Rauchgasinhalation bestand, legten die Seenotretter "die Hebel auf den Tisch" und liefen umgehend wieder Cuxhaven an. Dort übergaben sie den Mann in die Obhut des Landrettungsdienstes.

DGzRS - Die Seenotretter Der etwa neun Meter lange Havarist brannte vollständig aus

Unterdessen setzte die "Hermann Onken" die Brandbekämpfung fort. Nach etwa einer halben Stunde gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Anschließend wurde der Havarist weiter gekühlt, bis ein Tonnenleger des Wasser- und Schifffahrtsamtes die Unglücksstelle erreichte, um Bergungsmöglichkeiten zu ermitteln.

Von dem Sportboot, das den Havaristen geschleppt haben soll, sei bei der Ankunft der Seenotretter am Unglücksort nichts mehr zu sehen gewesen, sagt Christian Stipeldey, Pressesprecher der DGzRS. Auch warum keines der beiden Boote selbst einen Notruf absetzte, ist noch nicht geklärt.


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Themen: CuxhavenDeutsche Gesellschaft zur Rettung SchiffbrüchigerDGzRSHavarieOstemündungSeenotSeenotrettungUnterelbe

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