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HanseYachts vor dem Börsenstart

Aktien der Greifswalder Werft mehrfach überzeichnet – Ausgabekurs bei 33 Euro – Basis für weiteres Wachstum

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 08.03.2007

Als erster deutscher Yachtbauer wird die HanseYachts AG morgen an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein. Die Nachfrage nach den Aktien des Greifswalder Unternehmens war sehr hoch.

Trotz der zuletzt rückläufigen Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten war die Emission mehrfach überzeichnet. „Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter“, kommentierte Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender und Gründer von HanseYachts. „Als profitables Unternehmen mit überzeugenden Produkten und starken Wachstumsraten" seien die Papiere auf eine sehr positive Resonanz bei privaten wie institutionellen Anlegern gestoßen.

Die Kapitalzufuhr von insgesamt knapp 76 Mio. Euro dient vor allem der Finanzierung neuer Technologien und Geschäftsfelder. „Mit den Erlösen aus dem Börsengang wollen wir unser Wachstum vorantreiben. Ziel ist es, die Position als einer der weltweit größten Hersteller hochseetüchtiger Segelyachten auszubauen“, so Schmidt.

Um die steigende Nachfrage nach Hanse-Yachten zu befriedigen, sollen die Erlöse vor allem in den Ausbau der Produktionskapazitäten sowie die weitere Automatisierung der Entwicklungs- und Fertigungsprozesse fließen. Darüber hinaus plant HanseYachts den Aufbau weiterer Produktionsstandorte, um regionale Märkte besser bedienen zu können.

Die IPO-Erlöse sollen außerdem in den Ausbau des Bereichs Motoryachten fließen sowie in die Entwicklung und Vermarktung neuer Yachttypen. Im Fokus der nächsten Jahre steht darüber hinaus die Erweiterung des Händlernetzes und des Eigenvertriebs durch Tochtergesellschaften sowie der Aufbau überregionaler Ausstellungszentren.

Sämtliche der insgesamt 2.300.000 Aktien (inklusive Mehrzuteilungsoption) aus dem Angebot wurden zu 33 Euro zugeteilt. Der größte Teil des Angebots, 1.500.000 Aktien, stammt aus einer Kapitalerhöhung. 500.000 Aktien kommen aus dem Eigentum von Michael Schmidt. Darüber hinaus hat er weitere 300.000 Aktien aus seinem Eigentum für die Mehrzuteilung zur Verfügung gestellt.

Auf der Grundlage des Platzierungspreises beträgt das Emissionsvolumen 75,9 Millionen Euro. Der Streubesitz liegt bei 35,9 Prozent. Die übrigen Anteile (64,1 Prozent) werden von Michael Schmidt und seiner Familie gehalten.

An institutionelle Investoren wurden rund 93,2 Prozent der angebotenen Aktien zugeteilt. Auf ausländische Investoren entfielen rund 67,9 Prozent. Zeichnungen von Privatanlegern wurden zu 75 Prozent bedient; sie machen 6,8 Prozent der Emsission aus.

Wertpapierkennnummer (WKN): A0KF6M
Common Code: 028245980
Börsenkürzel: H9Y

http://www.hanseyachts.com


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Themen: BörseEmissionGreifswaldHanseyachtsIPOSchmiddelSchmidt

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