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HanseYachts nimmt Kurs auf die Börse

Fünftgrößter Serienhersteller von Segelyachten weltweit peilt Notierung in der ersten Märzhälfte an

Jochen Rieker am 15.02.2007

Informationen der YACHT, wonach Hanse in Kürze an die Börse gehen wird, haben sich bestätigt. Heute gaben die Bootsbauer aus Greifswald offiziell bekannt, dass sie als erster deutscher Yachthersteller Anfang März eine Notierung in Frankfurt anstreben.

Mit der Ankündigung vollzieht Gründer und Mehrheitsgesellschafter Michael Schmidt seinen lange gehegten Expansionsplan. Der Erlös aus dem Aktienverkauf soll dem innovativen Unternehmen frisches Kapital für Erweiterungen und Firmenkäufe zuführen.

Ziel ist es, weiter zu wachsen und die Position als einer der weltweit größten Hersteller hochseetüchtiger Segelyachten auszubauen. Michael Schmidt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der HanseYachts AG, sagte: „Wir sind 1990 als Handwerksbetrieb gestartet und gehören heute zu den weltweit fünf größten Herstellern hochseetüchtiger Serien-Segelyachten."

Im Geschäftsjahr 2005/2006 (31.7.2006) konnte HanseYachts ihren Umsatz um rund 57 Prozent auf 66,3 Millionen Euro (Vorjahr: 42,3 Millionen Euro) steigern. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 144 Prozent auf 6,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,5 Millionen Euro).

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2005/2006 585 Segelyachten produziert. Zum Jahresende 2006 waren in der HanseYachts-Gruppe über 400 Mitarbeiter beschäftigt. Im Durchschnitt konnte der Umsatz seit dem Geschäftsjahr 1998/1999 um über 40 Prozent pro Jahr ausgeweitet werden. Damit ist HanseYachts eine der am schnellsten wachsenden Yachtwerften in Europa.

Michael Schmidt

Grundlage des Erfolgs ist sowohl die Entwicklung einer neuen, klaren Formensprache. Als so genannte „Cross-Over“-Yachten erfüllen Hanse-Modelle sowohl die Komfortansprüche, die an Fahrtenboote gestellt werden, als auch die Leistungsansprüche an Sportyachten. Die HanseYachts-Gruppe baut derzeit Segeboote im Größenbereich von 9,45 m bis 19,20 m (31 bis 63 Fuß). Sie deckt damit den größten Teil des für Fahrtenyachten relevanten Spektrums ab.

Mit dem Erwerb einer 51%-Beteiligung an dem norwegischen Unternehmen Fjord Boats AS werden in Greifswald seit März 2006 auch Motorboote hergestellt. Auf der Bootsmesse in Düsseldorf hat Fjord Boats mit der Fjord 40 Open das erste in der HanseYachts-Gruppe entwickelte Motoryachtmodell vorgestellt. „Wir beabsichtigen, Fjord zu einem zweiten Standbein der Gruppe auszubauen“, sagte Michael Schmidt.

Das Hamburger Bankhaus M.M.Warburg & CO begleitet die Gesellschaft als Konsortialführer. Dem Emissionskonsortium gehört darüber hinaus die Landesbank Baden-Württemberg an. Die Billigung des Wertpapierprospekts wird für den 23. Februar 2007 erwartet. Die Erstnotiz soll in der ersten Märzhälfte erfolgen.

Jochen Rieker am 15.02.2007

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