Nachruf

Hans-Otto Schümann verstorben

Hans-Otto Schümann, Ehrenpräsident des DSV, Nestor des deutschen Segelsports und dreimaliger Admiral’s-Cup-Sieger, ist gestorben

Lars Bolle am 22.09.2014

Hans-Otto Schümann im Jahr 2002.

Eine der herausragensten Persönlichkeiten des deutschen Segelsports ist gestorben. Der Hamburger Hans-Otto Schümann starb am Wochenende im Alter von 97 Jahren.

Mit seinen Yachten mit Namen "Rubin" war er einer der erfolgreichsten deutschen Segler. Dabei hatte es zunächst gar nicht danach ausgesehen. Denn eigentlich hätte nach der sechsten "Rubin" Schluss sein sollen mit dem Segeln. 1982 war sein Rücktritt vom Regattazirkus beschlossene Sache, in der Erfolgsbilanz prangt unter anderem der historische erste deutsche Sieg beim Admiral’s Cup, der inoffiziellen Seesegel-Weltmeisterschaft. Das war 1973. Doch neun Jahre später, damals 68 Jahre alt, mochte Schümann nicht mehr Jahr um Jahr eine neue "Rubin" austüfteln und bauen oder die gerade aktuelle grundlegend verändern. Er wollte aufhören.

"Rubin I"

Die erste "Rubin", eine 11-KR-Yacht

Dass es dazu nicht kam, lag daran, dass neben dem Seglerischen auch das Technische immer ungeheure Faszination auf ihn ausübte. Und da gab es etwas, das er unbedingt noch ausprobieren musste. Schiffe entstanden neuerdings in Kunststoff-Wabenbauweise, das flexible 7/8-Rigg kam auf, und der Werkstoff Aramid (Kevlar/Twaron) begann seinen Siegeszug. Noch leichter, noch fester, noch schneller wurden die modernen Rennyachten – eine Entwicklung, die Schümann vollends von der Idee abbrachte, sich aufs Altenteil zurückzuziehen.

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Schümann auf seiner fünften "Rubin" 1978

Also entstand die "Rubin" Nummer sieben, und Hans-Otto Schümann war wieder im Geschäft: 1984 gewann er den prestigeträchtigen Sardinia Cup, und im Jahr darauf, mit der Nummer acht, siegte er – nach zwölf Jahren als Vize nun Präsident des DSV – erneut im Admiral’s Cup. Ein grandioser Erfolg, den er 1993, im letzten Jahr seiner Präsidentschaft, mit der "Rubin" Nummer zwölf sogar wiederholte.

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"Rubin" Nummer 15, 1998

In diesen Jahren war der Grandseigneur des Segelsports nur bei gutem Wetter noch auf seinen Yachten dabei, er ließ lieber junge, engagierte Leute segeln und konzentrierte sich aufs Entwickeln neuer Konstruktionsideen und technischer Problemlösungen.

Die Zusammenarbeit mit Proficrews, heute längst unverzichtbar im Grand-Prix-Zirkus, hat ihm nie gefallen. Den einen oder anderen hatte er notgedrungen an Bord, etwa den Iren Harold Cudmore, den Amerikaner Dee Smith oder nach der Wende Jochen Schümann.

Rubin

Die letzte "Rubin", eine Najad 400, Baunummer 16

Hans-Otto Schümann hat lieber Nachwuchsseglern eine Chance gegeben, und es entstand über die Jahrzehnte so etwas wie eine "Rubin"-Familie. Siegesfeiern, Taufen oder Crewabende gerieten stets zu Treffen der Generationen. Vielleicht war das der Grund dafür, dass er in der Rückschau sagte, er habe beim Segeln ausschließlich Freunde gefunden und immer Spaß gehabt.

Schümann

Hans-Otto Schümann im Jahr 2006

Selbst seine Konkurrenten wurden Freunde – Hans-Otto Schümann war nach Kaiser Wilhelm II. das einzige deutsche Mitglied im exklusivsten Yachtclub der Welt, der Royal Yacht Squadron. Eine besondere Wertschätzung.
Am Heck seiner "Rubine" prangte seither das Clubkürzel RYC neben dem seines Heimatvereins Hamburger Segel-Club (HSC), dem er 42 Jahre lang präsidierte.

Sein letztes Schiff war kein Renner mehr, sondern eine Najad 400, im klassischen Rot-Weiß lackiert und mit Carbonrigg ausgestattet. Es war die "Rubin" Nummer 16.

(Mit Auszügen aus einem Porträt von Jörn Bock anlässlich Schümanns 90. Geburtstag)

Reaktionen ehemaliger Crewmitglieder und langjähriger Wegbegleiter Schümanns

Bouwe Bekking – Segelprofi, Holland, Skipper Team Brunel im Volvo Ocean Race 2014/2015, arbeitete Mitte der 1980er Jahre als Boat Captain und Segler für Hans-Otto Schümann:

Hans-Otto war nicht nur ein super Segler. Er wusste wie kein Zweiter, die Regeln des Hochseesegelsports in schnelle Schiffe umzusetzen. Seine Yachten hat er immer sehr ehrgeizig weiterentwickelt. War ein Boot nicht schnell genug, dann bekam es eben einen neuen Kiel. Sein Hobby war nicht günstig. Doch wenn wir gemeinsam auf Werftrechnungen schauten, dann ging es bei Hans-Otto nie um die großen Summen. Er stellte aber in Frage, warum beispielsweise zehn Bleistifte auf der Rechnung standen. Hans-Otto hat Deutschland mit seinen Yachten namens "Rubin" zu einem Platz auf der Segel-Weltkarte verholfen.
 


Jochen Schümann – ehemaliger "Rubin"-Steuermann, dreimaliger Olympiasieger, zweifacher America’s-Cup-Gewinner:

Hans-Otto Schümann war einmalig. Er hat über eine ganze Generation die deutsche Hochseesegelgeschichte mit seinen Yachten namens "Rubin" geprägt, unzählige Male am Admira’s Cup teilgenommen und ihn selbst dreimal gewonnen. Ausgezeichnet hat ihn aus meiner Sicht besonders, dass es mit wenigen Ausnahmen immer deutsche Segler waren, die auf seinen Booten ausgebildet und unterstützt wurden. Auch das deutsche Yachtdesign und der deutsche Yachtbau haben "Sir Sail" viel zu verdanken. Er war ein detailversessener und emsiger Verbesserer der Leistungsdaten seiner Schiffe. Hans-Otto Schümann war ein großzügiger Förderer des Segelsports und seiner Heimatstadt Hamburg. Ich habe auch ganz persönlich seine Unterstützung erfahren: Er hat mir direkt nach der Wende 10.000 Mark gespendet. Die waren damals in dieser Situation eine enorme Hilfe. Mit Hans-Otto Schümann hat ein besonderer Mensch seine letzte Reise angetreten. Es wäre schön, wenn der deutsche Segelsport wieder mehr Menschen seines Schlages hätte.
 


Stefan Matschuk – Geschäftsführer North Sails, "Rubin"-Segler:

Kennengelernt habe ich Hans-Otto Schümann bei der Flensburger Herbstwoche 1985. Es folgten viele gemeinsame Regatten und Erfolge. Seine Einsätze waren immer von Performance geprägt. Durch seine Mitwirkung an der IOR-Formel kannte er sich mit der komplexen Materie besser aus als jeder andere weltweit! Mit namhaften Designer kreierte er bahnbrechende und richtungsweisende Innovationen für den Regattasport. So kam es, dass er in den 1970er Jahren mit dem berühmten Designbüro Sparkman & Stephens in den USA eine seiner Admiral’s-Cup-Siegerinnen entwarf. Das Design nannte man dann "S&S&S" (Tripel "S" Design) für Sparkman & Stephens & Schümann. Hans-Otto Schümann war ein hervorragender Seemann mit all diesen Bräuchen. So gab es nach dem Auslaufen immer einen Schluck Sherry für Rasmus. Aber Achtung: Nur aus vollen Flaschen, also quasi den ersten Schluck, und unbedingt nach Luv!! Er war – wie richtige Seeleute – auch sehr abergläubisch: Bei einer Flensburger Herbstwoche brachen wir den Mast. Dieses war nach seiner späteren Feststellung auch logisch und unabwendbar, da wir 13 Mann Besatzung an Bord waren.
Der Fokus von Hans-Otto Schümann lag immer auf dem Sieg. Entschuldigungen gab es für ihn nicht. Er hat nie ein Ziel verfolgt, sondern war ihm immer irgendwie voraus! "Verfolgen" gab es in seinem Regatta-Leben und -Denken nicht. Mit bestem Material und bester Crew vorweg, das war seine Devise. Und er kannte sich an Bord seiner Schiffe mit allem perfekt aus. Bis auf ganz kleine Ausnahmen...  Während einer Langstreckenregatta war er einmal extrem genervt über die Tatsache, dass er zu Beginn seiner Freiwache nie den mit HOS signierten Schlafsack finden konnte. Um die Stimmung an Bord wieder herzustellen, signierten wir kurzerhand und heimlich jeden Schlafsack mit HOS. Fortan war jeder Griff ein Treffer, Hans-Otto Schümann glücklich.
Ich habe Hans-Otto ganz viel zu verdanken. Er hat mir nicht nur wahnsinnig schöne und erfolgreiche Regatten ermöglicht, sondern mich auch gelehrt, dass neben hervorragendem Material und versierter Crew auch ganz viel Seemannschaft, Demut und Respekt gegenüber der Natur und der See zum Erfolg nötig sind. Davon profitiere ich heute noch bei jeder Regatta.

 

Jörg Heinritz – Ehemaliger Steuermann, über drei Jahrzehnte für Hans-Otto Schümann im Einsatz:

Im Herbst 1975 kam ich als 22jähriger zum ersten Mal an Bord einer Rubin. Nach einem Trainingstag auf der damaligen Rubin V saß die Mannschaft an der Back, es wurde das Essen aufgetragen und ich als Neuling wünschte natürlich respektvoll "guten Appetit!""
Darüber lassen wir uns hier keine Vorschriften machen!" wurde ich von Hans-Otto aufgeklärt. Über den Sherry und Spruch vor dem Start ist ja schon geschrieben worden! Der stimmt. "Rasmus, altes Rübenschwein, lass Rubinchen vorne sein!" Vergessen werde ich nie die Abende , die wir als Crew mit H-O in Sandhamn in Schweden verbringen durften! Rauschende Siegesfeiern waren bei gutem Abschneiden angesagt,
und wenn sich Hans-Otto dann an den Konzertflügel im Clubhaus setzte, war die Party perfekt. Er konnte die ganze Gesellschaft mit seiner Musik unterhalten. Der DJ sah dann ziemlich alt aus. Natürlich waren diese Traditionen nur ein kleiner Teil der Geschichte. Sonst wäre der Erfolg bestimmt ausgeblieben. Womit wir zu den Erfolgen kommen, die ich mit Hans-Otto und dem Team erleben durfte: Die Rubine IX bis XII B (die XIII wurde wegen Hans-Ottos Aberglauben sorgfältig vermieden) segelten erfolgreich im Mittelmeer, bei Copa del Reys vor Mallorca, Gotland Runts, Commodore' s Cups und Admiral’s Cups. Mit dem deutschen Admiral’s-Cup-Team siegte Hans-Otto dreimal. Ich bin damit nach Uli Tischendorf , der es auf über 30 Jahre bei Hans-Otto gebracht hat, die treue Seele Nr. 2 (21 Jahre). Im Jahr 2007 übernahmen meine Frau Marion und ich Hans- Ottos Yacht Rubin XVI, eine Najad. Nur eine Änderung war seine Bedingung. Bei der stilvollen hanseatischen Übergabe sagte er – mal wieder typisch für ihn: " Das RYS auf dem Spiegel musst du aber wegnehmen! " Daran erkennt man auch ein wenig seinen Stolz, nach Kaiser Wilhelm der zweite Deutsche im Royal Yacht Squadron gewesen zu sein. Und ich bin natürlich stolz, den Namen seiner Schiffe weiter führen zu dürfen! In Heiligenhafen gibt es seit mehr als 15 Jahren sogar die Rubin- Straße. Hans- Otto hat sie selbst mit uns Heiligenhafener Seglern eingeweiht. Die wurde uns, der Rubin-Crew zu Ehren nach dem zweiten AC Gewinn gewidmet. Bewundert habe ich vor allem Hans-Ottos Konsequenz. In vielerlei Hinsicht. Er besaß Material- und Technikverstand wie kaum ein anderer, und wenn er überzeugt war, zog er es gnadenlos durch, das beste Material an Bord zu haben. Er sagte dann: "Mal sehen, ob Frau Drews (Red.: seine langjährige Sekretärin) noch Geld in der Kasse hat!" Segel wurden rigoros nach 25 Stunden Dienstzeit ausgetauscht. Andererseits war er im Detail äußerst sparsam, sagte etwa: "Jörgi, kauf mal kein Pril, nimm mal Spüli, da sparen wir ein bisschen!" Sätze wie diese äußerte er in seiner typisch hanseatischen, leicht näselnder Aussprache (die mit dem spitzen Stein), nachdem er den Kassenbon der Bordkasse punktuell geprüft hatte.
Dazu hatte er die Fähigkeit, sich selbst zurückzunehmen und junge Leute an die Schaltstellen an Bord zu positionieren. "Ja, ja, ihr Lümmels, ihr macht das schon!" war sein Ansporn für uns. Und nicht zuletzt war da sein Humor, der ihn für uns Segler sehr menschlich machte. Hin und wieder haben wir ihn auch gerne mal hochgenommen, und da konnte er auch über sich selbst lachen. Ich weiß gar nicht genau , ob er mich durchschaut hatte, als wir einen neuen Satz superleichte Schlafsäcke an Bord bekamen. Seinen markte er sofort mit HOS.
Ein bisschen pingelig war er schon, wollte eben seinen persönlichen haben. Da das an Bord mit dem Hin - und Herräumen ein wenig nervig war, markierten wir kurzerhand alle Schlafsäcke mit HOS. So hatte er immer den richtigen. "Priiiiima, Jörgi, das klappt ja hervorragend mit meinem Schlafsack!" Ich bin mir aber fast sicher, dass er das Spielchen einfach nur mitmachte. Wir hatten mit H-O und der Crew lange die schönsten Zeiten, die man sich an Bord und auch an Land vorstellen konnte. Durch Hans-Otto und die Rubine sind so viele Freundschaften entstanden, die uns Crewmitglieder durch die Jahre hindurch auch über
Generationsgrenzen hinweg doch sehr nachhaltig geprägt haben.
Noch heute treffen sich die Rubinieros am Anfang eines jeden Jahres. Diese Tradition werden wir beibehalten. Für mich war Hans-Otto Schümann Vaterfigur, Lehrmeister, Gönner und Segelfreund in einer Person! Danke und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel auf Deiner letzte Reise, Hans-Otto!


Rolf Vrolijk – Yachtkonstrukteur, Inhaber Judel/Vrolijk & Co., zeichnete viele "Rubin"-Yachten für Hans-Otto Schümann:

Hans-Otto war unser Mentor, Vertrauter und Freund. Er hat die deutsche Segelszene intensiv geprägt und vorangebracht. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken - die Historie von Judel/Vrolijk wäre ohne Hans-Otto Schümann und seine Rubin nicht denkbar.
 

Harald Baum – Gesellschafter Yachtversicherer Pantaenius, Wegbegleiter Hans-Otto Schümanns

Hans-Otto war für mich immer ein sehr überlegter und intelligenter Mann, der einem mit viel Wissen oft den richtigen Weg zeigen konnte. Wie klug er sein Geschäft geführt hat! Er war meistens allen Leuten in seinem Umfeld, auch den Behörden, die mit dem Segelsport in Verbindung standen, eine Nasenlänge voraus. Er hat auch uns, die wir seine Angelegenheiten in verschiedenen Funktionen durchgesetzt haben, sehr geholfen, die richtige Marschrichtung vorgegeben. Hans-Otto war nicht der große hemdsärmelige Durchsetzer, sondern ein Vordenker, dem man gerne versuchte nachzufolgen. Seglerisch war es so, dass wir beide über viele Jahre – er als "Rubin"-Skipper, ich als "Diana 3"-Skipper – gegeneinander segelten. Es war eine persönliche Herausforderung. Meistens hat leider er gewonnen. Eine wichtige Regatta aber, Rund Skagen 1973, konnten wir zu unseren Gunsten entscheiden. Darüber freue ich mich heute noch. Es war eine stürmische, tolle Regatta, bei der ich kein Fitzelchen Schlaf bekommen habe. Er hat uns am Ende – wie immer ganz Gentleman – sehr fair gratuliert. Hans-Otto war stets Herr der Zahlen. Auch in unserem Verein, dem Hamburger Segel-Club, kannte er jede Zahl. Er war ein Zahlenfuchs. Ich habe viel von ihm gelernt. So auch über den Wert und die Bedeutung von finanziellem Engagement Einzelner für einen Verein. Ich denke, dass ich die Nachfolge von Hans-Otto als 1. Vorsitzender des HSC heute in richtiger Weise fortsetzen kann. Was ich wiederum ihm verdanke.
 

Alan Green – Legendärer Wettfahrtleiter des RORC (1970 – 2000), Bewunderer Hans-Otto Schümanns:

Hans-Otto hat herausragende Leistungen im Hochseesegelsport erzielt. Er hat deutsche Teams in nicht weniger als elf Admiral’s-Cup-Auflagen geführt. Zum ersten Mal 1963 mit seiner "Rubin" sowie "Dinana II" (H.S. Thomas) und "Inschallah" (W. Andreae). Er gewann den Admiral’s Cup mit Deutschland 1973, 1985 und 1993 gegen einige der größten und professionellsten Flotten, die je zu Seesegelregatten zusammen gekommen waren. Hans-Otto war zwischen 1975 und 1976 Rear Commodore des Royal Ocean Racing Clubs.
Hans-Otto war ein vorbildlicher Wettkämpfer. Immer heiter, höflich, aufmerksam und großzügig – es war klar, dass der Respekt und die Zuneigung, die er innerhalb seiner Teams hervorrief, einen maßgeblichen Anteil an den Erfolgen seiner Mannschaften hatten. Sein Sinn für Humor – und Ironie – verliehen seinen Gesprächen stets ein positives Funkeln. Als Ehrengast des alljährlichen RORC Dinners im großen Speisesaal der Whitbreat Brauerei in London erntete er großes Gelächter von 600 Segelfreunden, als er die Kosten für den Bau und die Instandhaltung einer modernen Hochseeyacht mit dem Vergnügen verglich, in einem Fastnet Race Stunde um Stunde kalt und verkrampft auf der Kante zu sitzen und dabei nasse Sandwiches zu essen. Es war ein Privileg ihn gekannt zu haben.

 

Udo Schütz – Admiral’s-Cup-Sieger, "Container"-Eigner, Unternehmer:

1983 tauchte Hans-Otto in Cowes auf und war sehr interessiert an den neuartigen Waben-Booten ‚Pinta’ und ‚Container’.  Auf meine Einladung hin kam er dann an einem Trainingstag auf dem Solent an Bord. Als er dann auch das Steuer übernahm und die Wendigkeit der ‚Container’ spürte, war es wohl wieder um ihn geschehen...  Wir segelten dort um den Admiral's Cup, den Hans-Otto über viele Jahre zuvor geprägt hatte und längst ausgestiegen war. Das dachten alle, bis er dann bei uns im Werk Selters für die Saison 1984 auch ein Boot in Wabenbauweise bestellte. Was danach unter der Überschrift RUBIN kam, steht auch längst in den Geschichtsbüchern. Vielleicht würde es den Admiral's Cup heute noch geben, gäbe es mehr Menschen wie Hans-Otto.

Lars Bolle am 22.09.2014

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