Kriminalität

Haben Segler die Mörder fotografiert?

Die Polizei bittet um Hinweise zum tödlichen Überfall auf eine Yacht in der Karibik – möglicherweise sind die Verbrecher aufgenommen worden

Uwe Janßen am 07.04.2016
Wallilabou

Der Tatort: die Wallilabou Bay mit den Überbleibseln der Filmkulisse für den "Fluch der Karibik"

Ein 48 Jahre alter Familienvater aus Unterfranken ist in der Wallilabou Bay auf der Karibikinsel St. Vincent bei einem Überfall auf die ankernde Yacht erschossen worden. Die Mordkommission der Hamburger Kriminalpolizei hält es für möglich, dass die Täter mithilfe von Seglern identifiziert werden können, die in dieser Wintersaison in der Karibik auf Törn waren. Sie bittet die YACHT um die Veröffentlichung des folgenden Zeugenaufrufs:

In der Nacht vom 03.03.2016 auf den 04.03.2016 kam es in der Wallilabou Bay/St. Vincent (Karibik) zu einem Überfall auf einen vor Anker liegenden Katamaran mit deutschen Urlaubern.

Bei dem Überfall wurde ein Crewmitglied erschossen, der Skipper durch einen Schuss schwer verletzt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen erreichten zumindest zwei Täter den Katamaran mit einem vor Ort üblichen Kleinboot.

Einer der Täter schoss unvermittelt auf den an Deck schlafenden deutschen Familienvater und anschließend auf den Skipper, der zwischenzeitlich an Deck erschienen war. Die Täter forderten Geld und ein Crewmitglied auf, das Dingi zu Wasser zu lassen. Sie flüchteten letztlich mit Bargeld auf ihrem Holzboot, das einen roten Rand auf weißem Grund aufwies.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg und die Mordkommission haben die Ermittlungen in Deutschland übernommen.

Für die Ermittler von Interesse sind Fotos, die Urlauber in dem Zeitraum vom 22. Februar bis zum 18. März 2016 in der Wallilabou Bay/St. Vincent, dem dortigen Küstenbereich oder den umliegenden Häfen von dort üblichen Holzbooten mit deren Nutzern gemacht haben.

Zur Tatzeit befanden sich weitere Segelyachten in der Bucht. Zeugen, die in der Tatnacht oder in den Tagen zuvor dort Beobachtungen gemacht haben, die für die Ermittlungen bedeutsam sein könnten, werden gebeten, sich mit der Redaktion der YACHT oder direkt mit dem LKA 41 in Hamburg in Verbindung zu setzen, entweder per E-Mail  oder telefonisch unter (040) 428 65 67 89.

Die YACHT hat mithilfe einer Augenzeugin die Reise und insbesondere die Abläufe der Tatnacht rekonstruiert. Das große Interview lesen Sie in Heft 10/2016. Es erscheint am 27. April. 

Uwe Janßen am 07.04.2016

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