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Gut versichert?

Mehr und mehr Anbieter bessern ihre Bootshaftpflichtpolicen nach. Wovon Segler in diesem Jahr profitieren – und worauf sie achten sollten

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 25.01.2007

Eine Skipperhaftpflicht als kostenlose Dreingabe für Bootseigner, erhöhte Deckungssummen, Mitversicherung des Beiboots oder des Trailers, Schutz gegen Forderungsausfall oder Gewässerschäden und vieles mehr – es tut sich was in der Branche. Doch ist alles, was die Versicherer lautstark als Mehrwert für den Kunden anpreisen, auch sinnvoll und notwendig?

Immerhin, vor höheren Versicherungsbeiträgen aufgrund der Zusatzleistungen braucht sich niemand zu fürchten. Die Anbieter nehmen die erweiterten Deckungen einfach so in ihre Bedingungswerke auf.

Neukunden profitieren also sofort davon, Altkunden müssen zum Teil bis zum nächsten Fälligkeitstermin ihrer Prämienzahlung warten, bis auch ihr Vertrag umgestellt wird. Nachfragen bei der eigenen Versicherung beziehungsweise beim eigenen Makler und auf möglichst rasche Gleichstellung mit den Neukunden pochen, kann aber nicht schaden.

Völlig uneigennützig polieren die Anbieter ihre Bedingungswerke natürlich nicht auf. Erstens wird der Wettbewerb in der Branche zunehmend härter. Da versucht jeder, sich gegenüber der Konkurrenz zu profilieren. Vermeintlich kostenlose Zusatzleistungen sind da ein gutes Werbemittel, um neue Kunden zu gewinnen und Altkunden bei der Stange zu halten.

Die mussten schließlich gerade die Preiserhöhung infolge der gestiegenen Versicherungssteuer schlucken. Denn die ist im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung im gleichen Maße zum Jahreswechsel angehoben worden. Die Versicherungsbranche hat es lediglich besser als die Konsumgüterindustrie und der Handel hierzulande verstanden, dies nicht allzu sehr publik werden zu lassen.

Zusatzleistungen sind für die Bootseigner sicher eine schöne Sache. Blenden lassen sollte sich davon allerdings keiner. Wer beispielsweise nie mit fremden Schiffen unterwegs ist, schon gar nicht als Skipper, der kann mit einer kostenlosen Skipperhaftpflicht nicht viel anfangen.
Die ist schließlich in erster Linie für Chartersegler konzipiert worden, die nicht über ein eigenes Schiff verfügen. In solch einem Fall lohnt es also weiterhin, nach einer möglichst günstigen Haftpflichtpolice zu suchen — der Basisversicherungsschutz ist bei allen Anbietern nahezu gleich. Hilfe leistet hierbei etwa die automatisierte Angebotsanforderung, die sich auf der Homepage der YACHT findet.

Ob darüber hinaus erhöhte Deckungssummen oder andere "Extras" Sinn machen und falls ja, für wen, ist nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 3/07, ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich).


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Themen: BootshaftpflichtVersicherung

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