Fahrtenwettbewerb

Gudrun-Calligaro-Preis: neue Auszeichnung für Skipperinnen

Die Kreuzer-Abteilung des Deutschen Segler-Verbandes lobt im Rahmen des Fahrtenwettbewerbs künftig einen Preis für weibliche Schiffsführer aus

Lasse Johannsen am 09.12.2019
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Delius Klasing

Gudrun Calligaro an Bord ihrer Yacht "Mädchen" während der ersten Einhand-Weltumsegelung einer deutschen Seglerin in den Jahren 1988 bis 1990

In einem Wettbewerb um den treffendsten Namen für den neuen Fahrtenseglerinnen-Preis setzte sich der Name der ersten und einzigen deutschen Schlimbach-Preisträgerin durch. Gleich mehrere Einsender hatten Gudrun Calligaro vorgeschlagen. Letztlich entschied das Los, wer den ersten Preis des Namenswettbewerbs – ein Segeltraining für Frauen –  erhält. Die Übergabe soll auf der boot in Düsseldorf erfolgen.

Würdigung einer deutschen Segel-Pionierin

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Ihre "Mädchen" kaufte Calligaro 1987. Da war das Schiff, eine 9,25 Meter lange GFK-Serienyacht vom Typ Dufour Arpège, bereits 17 Jahre alt

Die Kreuzer-Abteilung würdigte Calligaro in ihrer Bekanntmachung als inspirierende Seglerin:

Gudrun Calligaro wurde das Segeln regelrecht in die Wiege gelegt. Seit ihrem siebten Lebensjahr segelte sie, anfangs auf einem Stausee in Stuttgart. Sie erweiterte den Radius auf Nord- und Ostsee, das IJsselmeer, das Mittelmeer, den Englischen Kanal. Calligaro engagiert sich ehrenamtlich als Skipperin in der Jugendausbildung und skipperte auch Frauentörns auf der Ostsee. Anfang der 1980er-Jahre kam sie dann zum Blauwassersegeln.

Schließlich erfüllt sich die mutige Seglerin einen Traum und segelt als erste Deutsche allein um die Welt. Mit ihrem Boot "Mädchen", einer lediglich 9,25 Meter langen Serienyacht vom Typ Dufour Arpège, hat sie 31.834 Seemeilen in 338 Tagen zurückgelegt. Für diese Pionierleistung wurde sie vielfach geehrt: Sie erhielt den Trans-Ocean-Preis und die Trans-Ocean-Medaille, den Schlimbach-Preis, seinerzeit die Krone der Hochseesegler, sowie den Award of Merit des britischen Ocean Cruising Club. Und nun gibt die inspirierende Frau zukünftig einer Auszeichnung für die beste Reise unter der Leitung einer Schiffsführerin ihren Namen."

Preis soll Frauen sichtbar machen

Gudrun Calligaro verstarb 2017 im Alter von 69 Jahren. Mit dem nach ihr benannten Preis sollen laut KA "die Frauen im Fahrtensegelsport sichtbar gemacht werden. Sie motivieren, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Mehr Teilnehmerinnen für den Fahrtenwettbewerb gewinnen". Der Wanderpreis für die beste Reise unter der Leitung einer Schiffsführerin – die Zusammensetzung der Crew spielt keine Rolle – wird beim kommenden Fahrtenwettbewerb erstmals vergeben. 

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Die Einhandseglerin Gudrun Calligaro

Lasse Johannsen am 09.12.2019

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