Seenotrettung

Große Kiellegungs-Show in Hamburgs Innenstadt

Am Wochenende veranstaltet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger eine ganz besondere Prozedur um ihren neuen Kreuzer

Uwe Janßen am 25.03.2019
Hamburg-Kiellegung
Die Seenotretter – DGzRS

Rettungkreuzer-Projektion auf einem Hydroschild

Am kommenden Samstag, dem 30. März, wird die Hamburger Innenstadt Schauplatz einer in vieler Hinsicht besonderen Zeremonie: Dort wird der vierte Rettungskreuzer der neuen 28-Meter-Klasse öffentlich auf Kiel gelegt. 

Das ist zunächst deshalb außergewöhnlich, weil die Prozedur nicht in bescheidenem Rahmen am Bauplatz auf der Fassmer Werft in Berne stattfindet, sondern am Jungfernstieg, am Anleger der Alsterschifffahrt, mitten in Hamburg. Der neue Kreuzer, der ab 2020 auf Borkum stationiert werden soll, wird nämlich auf den Namen der „Elbmetropole“ getauft, und die Aktion vor Ort soll die Aufmerksamkeit der Hansestädter schon einmal auf den ersten Kreuzer namens „Hamburg“ seit 35 Jahren lenken – und sich entsprechend auf die Spendenbereitschaft auswirken.

Hamburg-Kiellegung

So soll auch die „Hamburg“ einmal in Aktion sein: die in Cuxhaven stationierte, baugleiche „Anneliese Kramer“

Ungewöhnlich ist zudem das Rahmenprogramm, mit dem die Kiellegung begleitet wird. Die Show beginnt ab 19 Uhr mit effektvollen Foto- und Filmprojektionen auf einem sogenannten „Hydroschild“. Das ist eine Art Wasservorhang, den die freiwillige Feuerwehr Finkenwerder auf der Alster erzeugt. Für die musikalische Untermalung sorgt die Finkwarder Speeldeel.

Um 19.30 Uhr beginnt die eigentliche Kiellegung mit drei kurzen Ansprachen, ehe die NDR-Moderatorin Anke Harnack als Glücksbringer die Ehrenmedaille des Hamburger Senats – den „Admiralitätsportugaleser“ – in die vorgesehene Nut an einer Rumpfsektion einlegt. Schlussworte des künftigen Vormanns Ralf Brinker und des „DGzRS-Bootschafters“, Weltklasse-Windsurfer Bernd Flessner, runden die Veranstaltung ab.

Eine Website, die diese Aktion begleitet, ist bereits online, klicken Sie hier!  

Im kommenden Jahr werden die Hamburgerinnen und Hamburger erneut eingebunden, dann geht es um einen Wettbewerb unter den Stadtteilen, der über den Namen des neuen Tochterboots entscheiden soll.

Hamburg-Kiellegung

Das erste Bauteil der „Hamburg“, das Namensschild, wurde 2018 von dem damaligen „Bootschafter“, Schauspieler Till Demtrøder, und dem Borkumer Vormann Ralf Brinker präsentiert

Die „Hamburg“ wird auf Borkum die „Alfried Krupp“ ersetzen, die nach 32 Einsatzjahren außer Dienst gestellt wird. Der Name „Hamburg“ hat eine lange Tradition in der Rettungsflotte. Die erste wurde 1925 in Friedrichskoog stationiert und war eines der ersten Motorrettungsboote der DGzRS mit robusten Dieselmotoren. 1942 folgte die zweite „Hamburg“ mit Station auf Langeoog, 1960 die dritte, die ihr Einsatzgebiet auf der Ostsee hatte – sie gehörte zur „Theodor-Heuss-Klasse“, in der die Kreuzer erstmals mit Tochterbooten ausgestattet waren.

Uwe Janßen am 25.03.2019

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