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Gourmet-Wal im Sperrbezirk

Finnwal bläst zurzeit in der Hohwachter Bucht. Wer sagt dem Wal, dass sein Schutzgebiet westlich von Sylt liegt?

  • Christoph Schumann
 • Publiziert am 01.08.2003

Der niedliche, 15 Meter lange Finnwal, um den sich laut Zeitungsberichten die Wasserschutzpolizisten in Flensburg rührend gekümmert hatten und der dafür sorgte, dass auch die Kieler Blau-Udls vollen Einsatz zeigten, ist in Richtung Osten abgetaucht.

Nachdem sein Zustand bislang immer als schwächlich geschildert wurde, soll es ihm nach Meinung anderer Experten jetzt prächtig gehen.

Zu dumm nur, dass er die Schießgebiete vor Putlos und Todendorf nicht kennt. Dann würde er nämlich das Warngebiet, dass alle Segler während der Schießzeiten umfahren müssen, meiden. Andererseits haben schon die Fischer in den vergangenen Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass hier der Fischbestand sehr hoch ist.

Da nun Wale nicht zu den wenig intelligenten Säugern zählen, hätte der Koloss von Kiel jetzt so etwas wie sein Lieblingsrestaurant gefunden. Sprotten satt, heißt es.

Die YACHT wird den niedlichen 20-Tonner auf seiner Gourmet-Reise weiter verfolgen. Im eigens ausgewiesenen Walschutzgebiet westlich von Sylt herrscht walmäßig jedenfalls gähnende Leere. Die Nahrung der Wale wird da offensichtlich für die intelligenten Säuger an Land gebraucht.


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Themen: Wal

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