Weltumsegelung nonstop

Golden Globe Race: Diese sechs Segler sind noch dabei

Mit dem Australier Marc Sinclair hat noch ein Teilnehmer die Regatta um die Welt auf alten GFK-Yachten verlassen. Wie steht es um die Skipper, die noch segeln?

Kristina Müller am 13.12.2018
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GGR/Montage: YACHT

Noch beim Golden Globe dabei: Tapio Lehtinen (o. l.), Jean-Luc Van den Heede (o. m.), Istvan Kopar (o. r.), Igor Zaretskiy (u. l.), Mark Slats (u. m.), Uku Randmaa (u. r.) 

Nachdem am gestrigen Mittwoch der australische Skipper Mark Sinclair bekanntgab, das Golden Globe Race zu verlassen, segeln aktuell nur noch fünf der ursprünglich 18 Skipper zurück in Richtung des Ausgangshafens Les Sables d’Olonne. Ein weiterer repariert unterdessen in Australien und will am Montag wieder aufbrechen.  

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Mark Sinclair sieht seinen Abbruch sportlich: "Ich habe jede Minute des Rennens genossen", sagt er

Der 60-jährige Sinclair hatte vor einigen Tagen seine Heimat Adelaide in Australien aufgrund von Wassermangel anlaufen müssen. Zudem bremste ihn – wie einige weitere der Segler auch – starker Bewuchs durch Entenmuscheln am Unterwasserschiff.

Seit der Passage des Kaps der Guten Hoffnung war Sinclair immer weiter zurückgefallen und hatte sich, wie er selbst sagt, oft in Flauten festgefahren. All dies seien die Gründe, nach dem jetzigen Stopp in Australien die zweite Hälfte der Weltumsegelung nicht mehr anzugehen.

Da waren’s nur noch sechs

Bereits jenseits von Kap Hoorn, wieder zurück im Südatlantik, liefern sich Jean-Luc Van den Heede und Mark Slats einen Zweikampf auf Distanz. Zwar trennen noch über 900 Seemeilen den führenden Franzosen vom derzeit zweitplatzierten Niederländer Slats. Doch Van den Heede muss sein Rigg schonen, seit bei einem Knockdown im Pazifik die Aufhängung seiner Unterwanten beschädigt wurde. Er hatte sich gegen einen Reparaturstopp entschieden, der ihn die Siegchancen gekostet hätte. Nun muss er aber mit angezogener Handbremse segeln.

Golden Globe Race

Optimistisch trotz Rückschlägen: Auch Extremsportler Mark Slats ist beim Rennen schon im Sturm gekentert. Doch die Aussicht, Van den Heede immer näher zu kommen, motiviert ihn

Der 41-jährige Slats kann indes das Potenzial seiner Rustler 36 auf dem Kurs mit vorherrschenden Gegenwinden zurück nach Frankreich noch voll ausreizen. Dennoch wird es schwierig für ihn, den erfahrenen Van den Heede einzuholen. 

Der Nächste, der Kap Hoorn in etwa einer Woche runden kann, ist der Este Uku Randmaa. Der 55-jährige erfahrene Regattasegler ist bereits von 2011 bis 2012 allein um die Welt gesegelt, damals allerdings mit Stopps. Randmaa segelt wie Jean-Luc Van den Heede und Mark Slats eine Rustler 36 von Holman & Pye.

Golden Globe Race

Fans der Retro-Regatta um die Welt feuern Skipper Uku Randmaa beim obligatorischen Ankerstopp in der Bucht vor Hobart an

Der nächste Sturm zieht auf

Die Position des an vierter Stelle segelnden Istvan Kopar gibt Grund zur Sorge, da ein Sturmtief auf seine Position im Südatlantik zuzieht, das ihn in den nächsten Stunden erreichen wird.

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Kristina Müller am 13.12.2018

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