Seenotfall
Gerettet!

Fünf Segler nach Havarie geborgen

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 29.03.2010

DGzRS Der gekenterte Kat

Für den Eigner, seine Makler und die Kaufinteressenten endete die Probefahrt auf dem 14 Meter langen Tourenkatamaran am gestrige Sonntag mit einer lebensbedrohlichen Kenterung - und der anschließenden Hilfe durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Sie liefen unter Volzeug aus und kehrten an Bord des Seenotkreuzers NIS RANDERS wieder heim. Offenbar hatte eine kräftige Böe den acht Meter breiten Mehrrumpfsegler in der Ostsee vor Falshöft kentern lassen. Zur Unfallzeit herrschten frische Winde mit Böen bis zu sieben Beaufort (55 km/h Windgeschwindigkeit).

Beim Eintreffen der Seenotretter hatten sich die fünf Männer, die den Katamaran auf einer Probefahrt begutachten wollten, mit eigener Kraft auf die beiden Rümpfe gerettet, nachdem sie in die sieben Grad kalte Ostsee gestürzt waren. Der Skipper einer ebenfalls im Revier vor Falshöft laufenden Segelyacht hatte den Vorfall beobachtet und sofort über UKW-Funk ein „Mayday“ abgesetzt. Der Notruf wurde von der SEENOLEITUNG BREMEN aufgefangen und an die NIS RANDERS weitergeleitet, die sofort von der Station Maasholm zum etwa fünf Seemeilen entfernten Unfallort auslief.

Das Tochterboot ONKEL WILLI nahm die Schiffbrüchigen auf und brachte sie zum Seenotkreuzer, wo sie mit wärmenden Getränken und trockener Kleidung versorgt wurden. Im Hafen von Maasholm warteten schon zwischenzeitlich verständigte Angehörige.

Die Unfallstelle wurde mit einer Tonne gekennzeichnet. Im Lauf des Montags soll der Katamaran geborgen werden.


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Themen: Seenot

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