Messen
Genua Boat Show mit positiver Bilanz

Der neu konzipierte Salone Nautico in Genua hat erheblich mehr Besucher angezogen als im Vorjahr. Segelyachten stehen jetzt stärker im Fokus

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 08.10.2014

YACHT/J. Rieker Genua Boat Show 2014: mehr als 50 Prozent plus bei den Besucherzahlen

Sie ist die letzte große internationale In-Water-Boat-Show dieses Herbstes. Und nach jahrelangem Rückgang hat sie erstmals wieder ein Plus verzeichnet. Mit 107.000 Besuchern in nur fünf Tagen (Vorjahr: 71.000) schloss der Salone Nautico deutlich positiv. Dazu hatte nicht zuletzt das sehr gute Wetter beigetragen. Aber auch das neue Konzept und die stärkere Orientierung auf die Bedürfnisse der Aussteller zeigten Wirkung.

Einer der Schwerpunkte, den die Veranstalter in Genua setzten, waren Segelyachten. Sie lagen vorn im von Land aus gesehen ersten Hafenbecken, gleich vor den Hallen. Mit 40 Prozent der ausgestellten Boote zogen sie erstmals mit den Motoryachten gleich, bisher deutlich stärker repräsentiert.

Und alle namhaften Werften waren vertreten: von Weltmarktführer Beneteau/Jeanneau über Hanseyachts, Dehler, Bavaria, Dufour bis zu den heimischen Edelmarken Solaris und Grand Soleil – beide mit sehr großen Ständen und fast der kompletten Modellreihe. "Die Stimmung", so Ben Vaes von Solaris, sei "spürbar besser. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es auch im italienischen Markt jetzt wieder mehr Optimismus."

Neben den großen Marken zeigten aber auch kleine, feine Betriebe ihre Neuheiten. Darunter die Weltpremieren von Advanced und Italia Yachts. Die Advanced 44 ist dabei das individuellste Projekt – ein 44-Fuß-Sportboot mit den Charakteristiken eines Volvo-Racers und dem Loft-artigen Interieur eines großen Daysailers. Aufwändig in Kohlefaser gebaut, gibt es eine solche Kombination derzeit nirgendwo sonst am Markt. Vergleichsweise konservativ dagegen die neue Italia 15.98, ein Luxuskreuzer mit edlem Ausbau, der gleichwohl auch sportliche Gangart beherrscht.

Auf beiden Booten warfen die Crews, gefolgt von den ebenfalls neuen Dehler 46 und Mylius 50, bereits am Montagnachmittag, zwei Stunden vor Messeschluss, die Muringleinen los. Der Grund: Alle vier sind für Europas Yacht des Jahres nominiert und mussten Dienstag Früh 15 Seemeilen südöstlich im malerischen Urlaubsort Santa Margherita di Ligure erneut antreten.

Dort wartete die Jury der elf teilnehmenden Fachmagazine, darunter auch die YACHT, auf die Kandidaten. Es ist – nach La Rochelle – der zweite Test für die Nominierten. Insgesamt neun Boote stehen diese Woche noch auf dem Programm, bevor die Entscheidungsfindung beginnen kann. Die begehrten Preise, die als die Oscars des Wassersports gelten, werden im Januar auf der Boot Düsseldorf verliehen.


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