Golden Globe Race 2018

Frust und Flaute im Solisten-Feld – gestärkt mit Hamburger und Bier

Kristina Müller am 23.07.2018

Wieder aufgebrochen – gestärkt mit Hamburger und Bier

Nachdem er einen zweitägigen Reparaturstopp für seine Windsteueranlage auf Lanzarote eingelegt hat, ist der Franzose mittlerweile wieder mit seiner „Métier Intérim“ unterwegs. Bevor er wieder aufbrach, teilte er der Rennleitung mit, dass er den Stopp wohl nicht nur aus technischen Gründen eingelegt habe.

„Ich brauchte eine Pause von all dem Druck. Es war mir wichtig sicherzugehen, dass alles an Bord funktioniert. Und ein Hamburger und ein Bier waren natürlich auch super!“, so der 47-jährige Profiskipper und Vater von drei Kindern. „Es ist eine enorme Herausforderung. Selbst dann, wenn man Moitessiers Buch und all die Bücher der anderen Einhandsegler gelesen hat, in denen steht, wie es ist, allein zu sein. Was aber wirklich in einem vorgeht, steht da nicht drin.“

Golden Globe Race 2018

Hat nun einen Stopp absolviert: Die Biscay 36 von Antoine Cousot

Unterbrochen – Reparaturstopp auf den Kapverden 

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Golden-Globe-Skipper Istvan Kopar

Golden Globe Race 2018

Kopars Tradewind 35 "Puffin"

Und doch segeln derzeit wieder einmal nicht alle der noch teilnehmenden Yachten auf den Äquator zu. Auch Istvan Kopar hatte zuletzt von großen Problemen mit dem Windpilot auf seiner Tradewind 35 „Puffin“ berichtet. Seit Beginn des Rennens habe er von Hand gesteuert, sei dementsprechend ausgelaugt – und entschied sich schließlich dazu, die Kapverden-Insel São Vicente  anzusteuern. Seit den frühen Morgenstunden ist er in Mindelo und plant seine Windsteueranlage auszutauschen.

Sollte er wieder aufbrechen, würde er somit gemeinsam mit Antoine Cousot in der Chichester-Klasse weitersegeln, der Wertung für all diejenigen mit einem Zwischenstopp auf der Weltumsegelung.

Endlich losgesegelt – Francesco Cappelletti auf der Biskaya

Golden Globe Race 2018

Francesco Cappelletti und seine Endurance 35 "007"

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Das gesamte Feld, sowie die Vergleichsposition Knox-Johnstons von 1968 

Mit starker Verspätung ist schließlich auch der italienische Skipper Francesco Cappelletti zur Weltumsegelung aufgebrochen. Er hatte es trotz großer Bemühungen weder zum Start am 1. Juli noch bis zur letzten Startmöglichkeit eine Woche danach geschafft. Nun segelt er in der sogenannten „Carozzo-Klasse“ (benannt nach dem italienischen Abbrecher von 1968), die der Veranstalter für diejenigen Teilnehmer ins Leben gerufen hat, die trotz Aufgabe weitersegeln wollen.

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Kristina Müller am 23.07.2018

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