Corona-Krise

Frohe Ostern! Wie die YACHT-Redaktion ohne Boot klarkommt

Die Häfen fast überall dicht, die Entzugserscheinungen groß – da bleibt nur Ablenkung. Unsere sieht so aus. Hoffentlich haben Sie auch ein Zweit-Hobby

Jochen Rieker am 12.04.2020
Wie die YACHT-Redaktion durch die bootlose Zeit kommt
YACHT/privat

Malen statt Bootfahren – so trösten sich Bildredakteur Sören Reineke und seine Jungs über die Hafensperrungen hinweg 

Herrje!!!! Als ob der Winter nicht schon lange genug gewesen wäre, muss jetzt auch der Frühlingsbeginn noch viel zu sommerlich sein. Das bringt viele Segler gerade fast um den Verstand.

Denn schon in normalen Zeiten ist der Drang aufs Wasser unbändig. Diesmal lässt er sich kaum kanalisieren, denn für die meisten fällt ja schon die Arbeit am Boot flach – oder die Vorfreude auf den ersten Chartertörn. Ganz zu schweigen vom Ansegeln an sich. 

So führt uns das Corona-Virus schmerzhaft vor Augen, wie schwer der Verzicht auf unsere liebste Freizeitbeschäftigung fällt – und wie schier unmöglich es sich anfühlt, die teils erratischen Restriktionen hinzunehmen, die sich die Landes- und Kreispolitiker zur Gefahrenabwehr haben einfallen lassen.

Da werden Stege kurzerhand zu Sportplätzen deklariert, nur um sie wie Fitnessstudios und Fußballarenen sperren zu können. In Berlin erlaubt die Polizei am Freitag voriger Woche unter Auflagen das Segeln, nur um es am Montag der Karwoche durch eine neue Verlautbarung gleich wieder zu verbieten. In Mecklenburg-Vorpommern darf man zwar Segel setzen, allerdings nur, wenn man auch dort wohnt. Am Bodensee, Teil des Drei-Länderecks, gelten im österreichischen und deutschen Teil weitreichende Verbote, während die Schweiz erstaunlich freizügig reagiert. Es ist zum Haareraufen.

Auch wir von der YACHT leiden schwer an dem Übermaß kaiserlichen Wetters und der Unmöglichkeit, es an Bord zu genießen. Weshalb wir in den vergangenen Tagen und Wochen zu Übersprungshandlungen neigen, die wir vielleicht am besten für uns behalten sollten. Alexander Worms spricht gar von einer Art "Methadon-Programm" als Ersatz für das beim Segeln reichlich ausgeschüttete Glückshormon Dopamin. Seins ist rot und steht in der Garage hinterm Haus. Keine schlechte Wahl!

Fotostrecke: Wg. Segel-Entzug – Die Methadon-Programme der YACHT-Redaktion

Was die YACHT-Redaktion sonst noch treibt, um sich vom Nicht-Segeln abzulenken, verrät die Foto-Galerie. Aber nicht, dass Sie einen falschen Eindruck bekommen: Wir fluchen und flehen. Wir barmen und bangen. Nicht auszudenken, wie wir nochmal vier Wochen Entzug überstehen sollten.  

Wenn Sie sich zur Zeit ebenfalls in Schrebergärten, Wäldern oder in Kellern austoben, um nur ja nicht ans Segeln zu denken, schicken Sie uns gern Fotos von Ihrer ganz persönlichen Übersprungshandlung. Wir freuen uns – und teilen sie hier gern:  mail@yacht.de

Jochen Rieker am 12.04.2020

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