Revier
Friesland investiert in den Wassersport

In der Provinz im Norden der Niederlande werden bis 2015 etwa 13 Millionen Euro in die maritime Infrastruktur gepumpt

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 17.12.2010

www.friesemeeren.nl Bald Vergangenheit: Gedr

Schwerpunkt ist die Gemeinde Wymbritseradiel im Süd-Westen Frieslands mit ihren Städten Heeg, Stavoren oder Woudsend. Daher beteiligt sich die Kommune am Gesamtbetrag ebenso wie die ansässige Wassersportwirtschaft

So sollen die Ortskerne attraktiviert werden, durch Schaffung mehr freier Anlegeplätze. Weiterhin wird sich das Erscheinungsbild von der Wasserseite aus verbessern. Ziel ist, Besucher häufiger und länger in den Orten zu binden. Von der Aktion erhoffen sich die Verantwortlichen etwa 40 dauerhaft geschaffene Arbeitsplätze. Ein weiteres Großprojekt im Rahmen der Phase zwei des sogenannten „Friese Meeren Projektes” ist der Ausbau der Johann-Friso-Schleuse in Stavoren. Eine weitere Kammer ist bereits in Planung. So sollen die in der Hochsaison und an Wochenenden teils erheblichen Wartezeiten verkürzt werden.

Obendrein werden mehr Strände angelegt. Damit diese guten Gewissens zum Schwimmen genutzt werden können, wird die Wasserqualität verbessert. Hierzu sollen weitere Absaugstationen für Fäkalientanks und Bilgenwasser in den Häfen beitragen, sowie spezielle Aufladepunkte für Elektroboote. Diese erhalten darüber hinaus eigene Fahrrouten.

Während anderorts Budgets gekürzt und Freiheit auf dem Wasser reglementiert wird, hat Friesland schon vor langer Zeit erkannt, dass Wassersport ökonomisch wertvoll und ökologisch vertretbar zur Verbesserung der Infrastruktur in ländlichen Gebieten beitragen kann. Zufrieden blickt man am Ende von Phase eins nun auf das 10-jährige Bestehenn des Projektes zurück. In diesem Zeitraum sind etwa 235 Millionen Euro investiert worden. Damit wurden unter anderem fünf Akwadukte, Tunnel durch die Straßen unter Wasserwegen geführt werden, gebaut. Etwa 1000 Unternehmen der Wassersportbranche haben sich in Friesland im gleichen Zeitraum gegründet. Ein Projekt, von dem nicht zuletzt auch deutsche Wassersportler profitieren.


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Themen: ArbeitsplätzeFrieslandHeegInfrastrukturWoudsend

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