alle News
Friede, Freude, Seglertag

Am vergangenen Wochenende kamen in Leipzig die Delegierten der DSV-Mitgliedsvereine zusammen. Trotz zahlreicher Reformanträge bleibt alles beim Alten

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 27.11.2007

In seiner Eröffnungsrede zeigte sich Präsident Rolf Bähr mit der Arbeit der vergangenen zwei Jahre sehr zufrieden. Allein in der vergangenen Saison habe der deutsche Segelsport einen "regelrechten Medaillenregen" erlebt.

Ein Ergebnis von 18 Gold-, 10 Silber- und 11 Bronzemedaillen bei Welt- und Europameisterschaften im Jahr 2007 sei nur durch eine erfolgreiche Kombination aus Talent, konsequentem Training und guter Betreuung möglich gewesen.

Als Gastredner konnte Bähr neben dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes auch Klaus Grensemann begrüßen. Der Ministerialrat ist als Referatsleiter im Bundesverkehrsministerium für die geplante Kampagne zur Steigerung der Sicherheit in der Sportschifffahrt zuständig. Er versicherte den Anwesenden, dass es keine weiteren Reglementierungen für Wassersportler geben soll.

Auf der Arbeitstagung standen gewichtige Anträge zur Abstimmung. Mehrheitlich entschieden sich die Delegierten jedoch gegen eine umfassende Änderung der Organisationsstruktur des Verbandes. Diese wurde von acht norddeutschen Vereinen gefordert, um die Befugnisse des Seglertages gegenüber dem Präsidium zu stärken.

Auch der Antrag, mit einem Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit dafür zu sorgen, "die öffentliche Meinung in Zukunft stärker für den Verband einzunehmen", so die Antragsteller, wurde mehrheitlich abgelehnt. Damit blieben Konsequenzen der Funkschein-Debatte, die seit Anfang des Jahres für Unruhe an der Basis sorgt, aus.

Im Hinblick auf die Antragsbegründungen hatte DSV-Präsident Bähr bereits zu Beginn der Veranstaltung einen emotionalen Appell an die Delegierten gerichtet und den Seglertag überraschend aufgefordert, ihm und den Präsidiumsmitgliedern das Vertrauen auszusprechen. Ein ungewöhnlicher Schritt, der für Irritationen sorgte. Schließlich folgten die Delegierten freilich Bährs Antrag.

Ob die interne Diskussion damit beendet ist, erscheint fraglich. Mehrere Seglerratsmitglieder äußerten noch in Leipzig ihre Verärgerung darüber, dass Präsidium und Landesverbände die ihrer Ansicht nach dringend notwendige Strukturdebatte faktisch gar nicht zugelassen hätten.


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: BahrDSV

Anzeige