Atlantic Rally for Cruisers

Freud und Leid in Saint Lucia

Während die Crews der ARC+ ihre Abschiedsparty feiern, geht eine große Swan, die an der regulären ARC teilgenommen hat, in der Rodney Bay Marina in Flammen auf

Pascal Schürmann am 09.12.2016
Pauline af Skanör vorm Start zur ARC 2016
P. Schürmann/YACHT

Pauline af Skanör vorm Start zur ARC 2016

Tragischer Ausgang einer zuvor erfolgreich absolvierten Atlantiküberquerung: Die unter schwedischer Flagge segelnde Swan 76 "Pauline af Skanör" ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fast komplett ausgebrannt. Als Brandursache wird ein Kurzschluss in der Klimaanlage vermutet. Das teilt der Veranstalter der Atlantic Rally for Cruisers, das britische Unternehmen World Cruising Club, mit. 

Die Crew und zahlreiche Segler anderer ARC-Teilnehmeryachten sowie Mitarbeiter der Marina und der örtlichen Feuerwehr hatten sich vergebens bemüht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Wie das britische Segelmagazin "Yachting World" berichtet, brach das Feuer gegen 22:30 Uhr Ortszeit im Vorschiff aus. Zu diesem Zeitpunkt befand sich lediglich ein Segler an Bord, der sich in der Achterkabine aufhielt. Als er Rauch im Schiff bemerkte, rief er unverzüglich um Hilfe. 

Boot vermutlich ein Totalschaden

Trotz des Einsatzes der zehn an Bord befindlichen Feuerlöscher sowie weiterer Löscher von anderen Schiffen ließ sich der Brand nicht schnell genug löschen. Zwar habe es zwischendurch so ausgesehen, dass die Flammen erstickt worden seien, dann aber sei das Feuer erneut aufgelodert. 

Pauline af Skanör ausgebrannt

Fotos der ausgebrannten "Pauline af Skanör" auf der Homepage von "Yachting World"

Als es den Helfern endlich gelang, das Feuer endgültig zu löschen, waren der Salon und die Kajüten fast vollständig ausgebrannt. Dies belegen Fotos, die "Yachting World" auf seiner Homepage veröffentlicht hat und die das schreckliche Ausmaß der Zerstörung unter Deck des Schiffs zeigen.

Sonderpreis für deutsche Crew

Freud und Leid liegen damit in Saint Lucia nah beieinander. Während die einen ihr Schiff wohl als Totalschaden abschreiben werden müssen, feierten die anderen ihre erfolgreiche Atlantiküberquerung. Die 72 Teilnehmercrews der früher von Las Palmas gestarteten ARC+ beendeten ihre Rally mit der offiziellen Ehrung der Sieger in Rodney Bay. Einen Sonderpreis erhielt dabei die deutsche Crew der Hanse 415 "Somnium".

Das Team unter Skipper Mart Friese war unterwegs einem anderen Schiff zur Hilfe geeilt, dessen Crew Probleme mit dem Gennaker hatte. Zwei Mann der "Somnium" wechselten kurzerhand für ein paar Stunden hinüber, um die anderen Segler bei den dringend erforderlichen Reparaturen zu unterstützen.

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Pascal Schürmann am 09.12.2016

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