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Frau Böhnerts Gespür für den Wind

Gruß an die Elemente: Die Hamburger Künstlerin Heinke Böhnert zeigt ihre "Hommage an den Wind" auf dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers"

Tatjana Pokorny am 21.05.2014
Heinke Böhnert & ihre Kunstwerke

Künstlerin Heinke Böhnert vor dem Bild "Blue Emotion"

Die Hamburger Künstlerin Heinke Böhnert hat die Marinemalerei neu erfunden und in Szene gesetzt. Mehr als 40 ihrer längst auch international renommierten Werke werden ab Freitag (23. Mai) drei Monate lang auf dem Hamburger Museumsschiff "Rickmer Rickmers" ausgestellt. Böhnerts "Hommage an den Wind" ist auch ein Seelenspiegel der leidenschaftlichen Seglerin.

Heinke Böhnert & ihre Kunstwerke

So farbenprächtig kann der Segelsport sein: Eine Interpretation von Heinke Böhnert

Geliebtes Basismaterial für ihre oft reliefartigen Kunstwerke mit Charakter sind alte Segel. "Je älter und mit mehr Spuren auf See die Segel versehen sind, desto lieber sind sie mir als Arbeitsgrundlage", sagt Heinke Böhnert, "oft sind es die kleinen Details wie Liekbändsel, Segelnummern oder Nähte, die einen besonderen Blickfang bilden und mir als Inspiration bei der Gestaltung der Bilder dienen."

Heinke Böhnert & ihre Kunstwerke

Ausschnitt aus Böhnerts Werk "All Blue"

Wer bei Marinemalerei automatisch an die klassischen goldgerahmten Viermastbarken in aufgewühlter See denkt, der liegt mit Blick auf Heinke Böhnerts Werke völlig falsch. Die Hamburger Seglerin hat die Marinemalerei ganz neu interpretiert. Ihre Bilder setzen moderne Regattayachten dynamisch und oft farbenprächtig auf gebrauchtem Segeltuch in Szene. In ihrem Atelier in Hamburg-Eimsbüttel schneidet Böhnert die Segel mit Geschichte zu. Mithilfe von Spachtel, Pinsel, einem Farbenmeer und grenzenloser Leidenschaft entstehen hier die Werke, die den Segelsport in einer seiner schönsten Formen darstellen.

Heinke Böhnert am Steuer

Heinke Böhnert am Steuer

Zu Böhnerts größten Projekten in der jüngeren Vergangenheit zählte die künstlerische Ausstattung des Hotels Atlantic an der Hamburger Außenalster. Über 200 Bilder, die auch die Bedeutung des Segelsports für die Hansestadt Hamburg  sehenswert in Szene setzen, entstanden für das Hotel. Im Olympiajahr 2012 hatte Böhnert auf einem schwimmenden Atelierschiff vor der Kulisse Londons ihre Olympia-Edition präsentiert, in sie auch Teile ausrangierter Trainingssegel deutscher Olympiaoniken verarbeitet hatte. Ihre persönliche Verbundenheit zu deutschen und internationalen Spitzenseglern hatte die Türen zu diesem Projekt geöffnet. "Auf einem meiner letzten Bilder habe ich die Segel zahlreicher Olympioniken und Medaillengewinner eingebaut", so Böhnert, "so hat jedes Bild seine eigene, ganz persönliche Geschichte."

Heinke Böhnert & ihre Kunstwerke

"Der Cup": Ausschnitt aus einem Werk für das Hamburger Hotel Atlantic

Längst werden Böhnerts Bilder in bekannten Galerien in Europa und Übersee ausgestellt. Die Ausstellung auf Hamburgs schwimmendem Wahrzeichen "Rickmer Rickmers" ist nun ihr Heimspiel, für das sie auch Teile alter Segel des Museumsschiffes verarbeitet hat. Der Titel der Ausstellung: "Hommage an den Wind". Die Werke sind bis zum 31. Juli täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem neuen Galeriedeck des Schiffes zu sehen. 

Tatjana Pokorny am 21.05.2014

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