Havarie
Ex-"Uca" nach Felskollision gekentert

Im Schwedischen Schärengarten hat die Brenta 60 "Minnic" nach Kollision mit einem Felsen ihre Kielbombe verloren. Die Crew ist in Sicherheit

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 31.07.2016

Die Brenta 60 "Minnic" hat im Schwedischen Schärengarten, etwa eine Seemeile vor der Insel Möja, nach Kollision mit einem Felsen ihre Kielbombe verloren und ist gekentert. Die Famlien-Crew, darunter auch zwei Jugendliche, und der Bootsmann konnten sich in Sicherheit bringen. Andere Sportboote und die schwedische Küstenwache, die eine Station in der Nähe des Unglücksortes betreibt, waren sehr schnell vor Ort.

hamnen.se Mit diesem Bild berichtete hamnen.se von dem Unglück

"Zum Glück ist niemand großartig verletzt. Wir sind mit dem Schrecken und ein paar blauen Flecken davongekommen", berichtet Bootsmann Jan Dabelstein, der mit der Eignerfamilie unterwegs war. Am Samstagmittag hatte es plötzlich einen lauten Schlag gegeben. Mit dreieinhalb Meter Tiefgang war das Boot mit einen Felsen kollidiert. Das mit einer Geschwindigkeit von etwa 6,8 bis 7 Knoten in Winden von 10 bis 12 Knoten segelnde Boot wurde abrupt gestoppt. Es verlor seine Kielbombe und geriet sehr schnell in 90-Grad-Krängung.

Die Crew bereitete umgehend den Ausstieg vor. Bootsmann Dabelstein griff noch nach der Nottasche mit dem Mobiltelefon und einer Kreditkarte – mehr Hab und Gut konnte die Mannschaft nicht mitnehmen. Etwa zehn Minuten nach dem Verlust der Kielbombe war das Boot bereits durchgekentert. Mit dem eigenen Beiboot konnten die Crew-Mitglieder zu den Helfern geshuttelt werden. Die Seenotretter brachten die Mannschaft dann an Land. Inzwischen sind die Gestrandeten in Stockholm, von wo aus mit dem Versicherer die Bergung besprochen werden soll. Sodann wird die Crew am Montag das Auswärtige Amt in Stockholm aufsuchen, um sich Übergangsausweise zur Ausreise zu besorgen. Bootsmann Dabelstein bleibt in Schweden, um gegebenenfalls bei der Bergung zu assistieren.

YACHT/M. Müller Erster Eigner der "Minnic" war der verstorbene Klaus Murmann, der die schöne Brenta 60 als "Uca" bauen ließ

Zum letzten Status des Bootes sagte Dabelstein: "Es ist kieloben vor der nächsten Insel hängengeblieben. Wie und wann die Bergung erfolgen kann und wie es dann weitergeht, wird sich erst in den kommenden Tagen entscheiden."


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Themen: FelsenKielverlustKollisionMinnicMöjaSchwedenUca

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