Seenot

Ex-"Rubin" vor Cuxhaven gesunken – Crew in Rettungsinsel

Die ehemalige deutsche Admiral's-Cup-Yacht war mit sieben Seglern aus Polen offenbar mit einer Fahrwassertonne kollidiert und hatte "Mayday" gefunkt

Pascal Schürmann am 12.08.2020
11623_SW.jpg
YACHT-Achiv

Die ehemalige "Rubin" beim legendären Sieg der deutschen Mannschaft des Admiral's Cup 1973 

Gestern am späten Abend um kurz vor 23 Uhr ging der "Mayday"-Ruf der 15-Meter-Yacht "Sharki" bei Bremen Rescue Radio ein. Laut Mitteilung der DGzRS habe ein Crewmitglied berichtet, dass es sich mit sechs Mitseglern auf dem Schiff befände und dieses sehr schnell sinken würde. Die angegebene Position befand sich mehrere Seemeilen vor Cuxhaven.

Ein Seenotrettungskreuzer sowie ein Küstenstreifenboot der Wasserschutzpolizei eilten sofort zum Unfallort. Gleichzeitig wurde die umliegende Schifffahrt um Unterstützung gebeten. Der Kapitän eines belgischen Frachters sichtete die sinkende Yacht. Deren Crew musste sich kurz darauf in die Rettungsinsel flüchten.

Bis zum Eintreffen der Seenotretter blieb der Frachter in der Nähe der Havaristen. Die wurden schließlich gegen 23.30 Uhr unversehrt vom Rettungskreuzer abgeborgen. 

Die Schiffbrüchigen – vier Männer und drei Frauen – hatten sich mit der "Sharki", Heimathafen Stettin/Polen, auf dem Weg vom Nord-Ostsee-Kanal nach Helgoland befunden. Nach eigenen Angaben war ihre Yacht vermutlich mit einer Fahrwassertonne etwa fünf Seemeilen westlich von Cuxhaven kollidiert.

Bei der "Sharki" handelt es sich um die frühere "Rubin" des 2014 verstorbenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Segler-Verbandes Hans-Otto Schümann. Mit dem Schiff waren er und seine Crew 1973 beteiligt am Sieg der deutschen Mannschaft des legendären Admiral’s Cup.

Pascal Schürmann am 12.08.2020

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


    ANZEIGE

    Weitere News und Angebote

Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online