EYOTY 2013/14

Europas Yachten des Jahres getestet

Vor Southampton und Portovenere segelte die Jury in den vergangenen Wochen alle Nominierten – vom Daysailer bis zum Mini-Maxi

Jochen Rieker am 14.10.2013
Tests zu Europas Yacht des Jahres 2014

Tests zu Europas Yacht des Jahres 2014

Groß und Klein, im Retro-Look oder ultramodern, Blauwasserkreuzer, Fahrtenboot oder Rennyacht – bei den Tests zu Europas Yacht des Jahres 2014 traf sich in England und Italien alles, was der Markt derzeit zu bieten hat: Boote, die jede Menge Spaß machen.

Selten zuvor präsentierte sich die Auswahl so stark, so homogen überzeugend wie in diesem Jahr. Auch wenn die Stärken individuell verschieden waren und nicht alle in allen Kriterien voll punkten konnten – enttäuscht hat keiner der Nominierten in den vier Kategorien Family-Cruiser, Performance-Cruiser, Luxury-Cruiser und Special Yachts; nur die Multihull-Kategorie blieb diesmal mangels ausreichend neuer Modelle unbesetzt.

Fotostrecke: Eindrücke von den Tests zur Wahl der European Yacht of the Year 2014

Besonders waren aber nicht nur die Leistungen der Boote, sondern auch die Bedingungen, die in Nord wie Süd erstmals sehr ähnlich ausfielen.

Sowohl in Southampto, als auch im ligurischen Portovenere am Ausgang der Bucht von La Spezia traf die elfköpfige Jury von Europas führenden Segelmagazinen auf einheitlich leichten bis mittleren Wind bei fast sommerlichen Temperaturen. Gut, um die insgesamt 20 Yachten auch vergleichend beurteilen zu können, wo dies von der Ausrichtung her möglich ist. 

Nur zum Abschluss der Tests in Italien am Donnerstag vergangener Woche wurde es kernig. Eigentlich gute Tradition bei den EYOTY-Seatrials, die seit jeher auch von Starkwind geprägt waren. Nur dass es diesmal nicht in Nordeuropa wehte, sondern im Mittelmeer. Ein Tiefdruckgebiet brachte morgens 15 bis 25 Knoten Brise, die sich am Nachmittag auf bis zu 40 Knoten in Böen steigerte. 

Für die kleinsten Boote, die von kompakten Elektro-Außenbordern angetrieben werden, war das zu viel, um ohne fremde Hilfe gegenan motoren zu können. So mussten die Sailart 22 und die Saphire 27 vom Schlauchboot in den Hafen geschleppt werden. Nur die Essence 33 kam dank starker Elektro-Einbaumaschine und großem Lithium-Ionen-Akku aus eigener Kraft an die Pier.

Am Abend, als alle Boote fest vertäut in der kleinen, sehr gut geschützten und malerisch gelegenen Marina von Portovenere vertäut waren, legte der Südwest noch weiter zu. Über 50 Knoten Wind brachten das Hafenbecken regelrecht zum Brodeln. Keine Chance für die Crews zum Abriggen, Kranen oder für Überführungen auf eigenem Kiel. Am nächsten Morgen allerdings herrschte wie in den Tagen zuvor wieder eitel Sonnenschein.

In den kommenden Wochen und Monaten bleibt der Jury jetzt Zeit, um Eindrücke und Messwerte zu reflektieren und die technischen Daten der 20 Nominierten mit den gemachten Erfahrungen abzugleichen. Das Ergebnis der Bestenwahl steht erst im Januar 2014 fest. Die Sieger werden am 18. Januar im Rahmen der Flagship Night des Delius Klasing Verlags und der boot Düsseldorf prämiert.     

Tests zu Europas Yacht des Jahres 2014

Die Jury von Europas Yacht des Jahres besteht aus den Chefredakteuren und Testchefs der elf führenden europäischen Segelmagazine

Jochen Rieker am 14.10.2013

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