Trans-Ocean

Erster Vorsitzender tritt zurück

Vor vier Wochen war Bernd Luetgebrune mit großer Mehrheit wiedergewählt worden – doch jetzt legte er überraschend sein Amt nieder

Johannes Erdmann am 27.12.2011
Bernd Luetgebrune vor dem TO-Stander

Bernd Luetgebrune vor dem TO-Stander

Sechs Jahre lang stand der Cuxhavener Notar und Rechtsanwalt Bernd Luetgebrune an der Spitze des Trans-Ocean, dem ehemals "zur Förderung des Hochseesegelns" gegründeten Verein. Schon zu Zeiten Hellmut Bellmers war er dessen Vertreter und wurde noch vor vier Wochen mit 95-prozentiger Mehrheit als erster Vorsitzender des Trans-Ocean wiedergewählt.

In den vergangenen Monaten war jedoch immer mehr Kritik am Vorstand laut geworden. Ein größerer Teil der Mitglieder wähnt den ursprünglichen Sinn und Zweck des Vereins nicht länger erfüllt, äußerte vor allem Kritik am Vorsitzenden und stellte ihn auf der Jahreshauptversammlung öffentlich zur Rede. Dennoch gab es am Ende bei der Wahl des Vorstands nur wenige Gegenstimmen zu einer Wiederwahl und nur eine, die den Vorstand nicht entlasten wollte.

Überraschend wurde nun jedoch bekannt, dass Bernd Luetgebrune sein Amt als erster Vorsitzender am 21. Dezember 2011 niedergelegt hat. Als Grund nennt der Vorstand "Diskussionen, unter anderem wegen einiger Kritikpunkte der Jahreshauptversammlung und über die Art und Weise der Vereinsführung". Es wurde bekannt, dass Vorwürfe gegen den Vorsitzenden vorliegen. Den Vorsitz des Trans-Ocean wird deshalb bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im November 2012 der stellvertretende Vorsitzende Andreas Hülsenberg übernehmen.

Außerdem verkündete der Vorstand, dass er sich in den kommenden Monaten einiger Kritikpunkte der letzten Jahreshauptversammlung annehmen werde. Unter anderem der Frage, ob er auch Mitglieder, die nicht an der Versammlung teilnehmen, "in die Willensbildung des Vereins einbinden kann", Fragen zu den Kosten der Vereinszeitung und der Neuorganisation. Außerdem will man sich darum kümmern, dass die Jugendförderung "noch stärker in den Fokus der Vereinstätigkeit gebracht" wird. So, wie es bei der Gründung "zur Förderung des Hochseesegelns" von Claus Hehner ursprünglich gedacht war.

Der Vorstand schließt seine Mitteilung mit dem Versprechen, dass die Vereinsarbeit in Zukunft "nicht nur offener und transparenter sein" wird, sondern dass den Mitgliedern in Zukunft die Möglichkeit gegeben wird, "sich nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat am Vereinsleben zu beteiligen".

Johannes Erdmann am 27.12.2011

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