Stralsund
Erste Tonnen sind wieder aufgetaucht

Nach der dicken Eisschicht im Sund waren 20 Seetonnen verschollen – nun sind erste Sucherfolge zu verzeichnen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 02.04.2010

Yacht / M.-S. Kreplin Zwanzig solch stählerner Seetonnen waren durch die Eismassen rund Rügen vertrieben worden

"Sieben der Tonnen konnten wir mit Sonar orten", erklärt Holger Brydda, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, der YACHT, "drei weitere sind in Polen gesichtet worden – zwei treibend und eine gestrandet."

Damit ist der Verbleib von immerhin einer Hälfte der fehlenden Tonnen aufgedeckt. "Die anderen zehn sind und bleiben aber unerklärlich verschollen", fährt Brydda fort, "Dafür ist eine von den Dänen in Rostock aufgetaucht." Offenbar hatte sich auch diese Tonne durch das viele Eis der vergangenen Monate losgerissen und war über die Ostsee nach Deutschland getrieben.

Die fehlenden Tonnen rund um Rügen werden nun vorerst ersetzt: "Für solche Fälle haben wir 10 Prozent der Gesamtzahl als Reservetonnen vorrätig", versichert Brydda. Außerdem sind die drei in Polen gesichteten bereits auf dem Weg zurück nach Deutschland und können erneut an alter Stelle gesetzt werden.

Dennoch sollte man bei der Schifffahrt rund um Rügen noch eine Weile Vorsicht walten lassen, denn die Tonnenleger konnten noch nicht in alle Gewässer vordringen: "Bis zur Meiningenbrücke ist alles sicher, aber westlich davon haben wir noch eine unsichere Tonnenlage", warnt der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes alle Segler, "Das Eis hielt dort so lange vor, dass wir einfach noch nicht hingekommen sind."


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Themen: DänemarkEisgefundenPolenRügenTonnenverschwunden

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