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Engel gestrandet

Extremsegler Gerd Engel ist mit "Sposmoker II" auf den Kerguelen-Inseln aufgelaufen

  • Carsten Kemmling
 • Publiziert am 21.01.2003

Gerd Engel bleibt das Pech treu. Der 67-Jährige, der vor drei Jahren Schlagzeilen machte, als er mit seiner Nonstop- Einhand-Weltumsegelung scheiterte, sitzt zurzeit auf den Kerguelen-Inseln fest.

Sein 18-Meter-Kat "Sposmoker II" strandete in der Nacht zu Montag nach zweitägigem Orkan. Seit Freitag, dem 17. Januar, war der Extremsegler mit seiner Crew zwei Tage lang bei stürmischer See um die Inseln gekreist, um eine Möglichkeit zu finden, anzulanden.

In der Nacht zu Montag hatte "Sposmoker II" schließlich eine Festmachertonne vor einer französischen Forschungsstation erreicht. Aber aufgrund des Orkans riss der Tampen, und das Boot wurde an den Strand gespült.

Glücklicherweise trieb das Schiff an den Geröllstrand und nicht gegen die Felsenküste, sodass Gerd Engel und seine drei Mannschaftskameraden nur kleinere Blessuren davongetrugen und inzwischen wohlauf sind. Das Boot ist in einem recht guten Zustand und dicht. Allerdings funktioniert die Elektrik nicht, und die Antriebe sind defekt.

Skipper Gerd Engel wird nun versuchen, dieses Problem schnellstmöglich zu beheben und das Boot auf seine Seetüchtigkeit hin überprüfen. Wie viel Zeit die Reparaturen in Anspruch nehmen werden, ist noch unklar.

Für die Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, Dr. Karl-Heinz Tschiesche und Dirk Kwasny, die mit an Bord waren, ist die Expedition damit aber nicht zu Ende. Sie haben Quartier in der französischen Forschungsstation auf den Kerguelen bezogen und beginnen nun mit ihren Forschungen und Dokumentationen.


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Themen: Gerd EngelSposmoker IIUnglück

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