Blauwasser-Blog

Ein Sturm zieht auf: Biskayaüberquerung gegen die Zeit – Teil 2

Kristina Müller am 20.12.2018

Spanien entgegensurfen

Wir hatten den Kontinentalschelf verlassen. Der Gedanke, nun auf mehrere Kilometer tiefem Wasser zu segeln, war anfangs unwirklich. Mit zunehmendem Wind wechselten wir von der Genua auf die Fock und zogen das erste Reff ein. Die Nordwest-Dünung des Atlantiks und die Windsee aus Osten schlugen gegeneinander und brachten "Andiamo" stark zum Rollen. Wie vorhergesagt, kam am Folgeabend mehr Wind auf.

Lennart Burke Andiamo

Highlight der Abendwache: Sonnenuntergang auf See

Zweites Reff, die Wellen kamen mittlerweile gefühlt aus allen Richtungen. Die See peitschte – nichts blieb trocken. Doch unsere Windfahne meisterte die inzwischen 27 Knoten gekonnt, wir surften mit bis zu acht Knoten Spanien entgegen und freuten uns über Bootsstabilität und Geschwindigkeit. Wir bringen die Gesamtsituation immer gern so auf den Punkt: "Es war feucht-fröhlich auf und in der Andiamo." Das Wellenbild war noch immer chaotisch und auch die zweite Nacht schlaflos.

Die See beruhigte sich während des fantastischen Sonnenaufgangs am Morgen, doch an richtiges Kochen war immer noch nicht zu denken. Wieder und wieder stopften wir uns mal einen Apfel oder ein Riegel rein. Wir holten Schlaf nach, die Angel hing weiterhin erfolglos achteraus, sodass es am Abend eine Portion der schockgefrorenen Nahrung gab, die mir schon für die Mini-Transat-Kampagne geschenkt wurde. An die Konsistenz muss ich mich noch gewöhnen...

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Artikelstrecke Ein Sturm zieht auf: Biskayaüberquerung gegen die Zeit


Kristina Müller am 20.12.2018

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