Refit-Blog Woche 18

Dunkelbrauner Höhlencharme ist bald Geschichte

Vielleicht lag es an den Zeiten, den frühen achtziger Jahren, dass man sich lieber in eine Art Höhle zurückziehen wollte. Bei der Dehlya ist damit Schluss

Nils Günter am 10.03.2017
Der Höhlen-Charme der frühen 80er
YACHT/ Nils Günter

Der Höhlen-Charme der frühen 80er

Dehlya 25 in Wesel

Die Dehlya ist zur nächsten Etappe in Wesel angekommen

Unsere 25er ist auf ihrer nächsten Refit-Etappe angekommen. Wesel. Hier sitzt die Von der Linden GmbH, und hier werden sich unsere Bootsbaumeister Sven Walter und Kai Arendholz in den kommenden Wochen austoben, wann immer es ihre übrige Arbeit zulässt. Kurze Randnotiz: Da wir den Wasserballasttank doch erhalten wollen, anstatt ihn mit Blei zu füllen, darf das Gespann nun auch von "kleineren" Autos gezogen werden. Kleiner bedeutet in unserem Fall: ein Hyundai Tucson Diesel (140 PS), der gerade mal 1.600 Kilogramm ziehen darf. Damit sind wir schon jetzt am Limit, ohne Einbauten, Segel, Rigg, Motor etc. Also hat die Entscheidung für den Erhalt des Wasserballasts doch etwas Gutes.

Dehlya 25 in Wesel

Lassie heuchelt Interesse am Boot

Zurück zu den anstehenden Aufgaben: Sven und Kai werden als Erstes die Kielhydraulik fertigstellen, also den Zylinder samt Talje und Pumpe installieren. Wir sind alle schon sehr gespannt, ob und wie das klappt. Sorgen bereitet zurzeit noch, dass der Hydraulikstempel im ausgefahrenen Zustand an der Vorderseite des Kielkastens die komplette Länge zwischen Decke und Boden beansprucht oder vielleicht sogar etwas mehr. Mehr wäre aber doof, da der Kiel ja im aufgeholten Zustand möglichst ganz im Kasten verschwinden soll.

Warum bloß dunkelbraun?

Warum bloß dunkelbraun?

Zweite, deutlich arbeitsintensivere, aber intellektuell weniger fordernde Baustelle ist das Streichen des kompletten Innenraums. Für eine gute Anhaftung muss das GFK natürlich vorher geschliffen werden. Keine beneidenswerte Aufgabe... Am Ende aber dient es einem guten Zweck, nämlich dem dunkelbraunen Höhlen-Charme den Garaus zu machen. Hell, weiß soll es werden. Warum bloß mochten die (Höhlen-)Menschen von damals diesen Stollen-Charakter im Inneren eines Segelboots? Waren die Zeiten tatsächlich so, dass man sich nur noch einigeln wollte, zurückziehen aus der grausam schneller werdenden Welt? Heute kann es unter Deck ja gar nicht mehr hell und luftig genug sein. Vielleicht mal einen Psychologen fragen...

Warum bloß dunkelbraun?

Warum bloß dunkelbraun?

Nils Günter am 10.03.2017

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