Kriminalität

Drogenschmuggler verurteilt

Ein Segler aus Wesseling sowie sein Komplize sind mit Haftstrafen belegt worden. Die Männer wollten Kokain per Yacht nach Europa bringen

Pascal Schürmann am 05.08.2014
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Mit einem Segelboot hatte der 33-Jährige aus Wesseling bei Köln im Jahr 2011 eine halbe Tonne Kokain von Venezuela über den Atlantik bis in die Niederlande gebracht. Dort nahm seinerzeit sein aus Brühl stammender Komplize die Drogen an sich und "entlohnte" den Segler angeblich mit Bargeld in Höhe von einer Million Euro. Da beide bereits von der Polizei beobachtet worden waren, wurde das Duo rasch gefasst.

Gestern nun hat einem Bericht der "Rhein-Erft Rundschau" zufolge das Kölner Landgericht die beiden Drogenschmuggler zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Der Segler erhielt achteinhalb, sein Komplize fünf Jahre aufgebrummt.

Bemerkenswert an der Tat war der Umstand, dass der Wesselinger bis kurz vor dem Schmuggeltörn gar nicht segeln konnte. Das hatte er eigens für das kriminelle Vorhaben gelernt, und zwar in einem dreiwöchigen Intensivkurs auf einem See bei Brühl!

Der Atlantiktörn, den er danach 2010 erstmals und allein absolvierte, verlief dennoch reibungslos – wie auch der Törn im Jahr darauf. Unterstützung erhielt er auf See offenbar wohl stets nur von seinem Kollegen via Funk, der ihn mit Wetterprognosen versorgte.

Weitere Schmuggelversuche per Boot scheiterten jüngst

Aus Venezuela Drogen per Segelyacht über den Atlantik nach Europa zu schmuggeln, damit sind jüngst erst erneut Segler gescheitert. In Spanien brachten die Behörden eine Bavaria 40 auf, an Bord 680 Kilogramm Kokain im Wert von rund 115 Millionen Euro. Die Crew wurde festgenommen.

Drogenfund

Drogenfund auf einer Yacht

Und auch der Drogenschmuggelversuch eines deutsch-österreichischen Trios war in der vergangenen Woche nicht von Erfolg gekrönt. Zwei Düsseldorfer Täter sowie ihr Kompagnon aus Österreich waren mit ihrem Boot von der britischen Küstenwache abgefangen worden. Die Männer hatten zweieinhalb Tonnen Marihuana im Wert von rund neun Millionen Euro illegal nach England transportieren wollen. Sie wurden auf der Insel dem Haftrichter vorgeführt.

Pascal Schürmann am 05.08.2014

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