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Die Segelwelt trauert um Olin Stephens

Der einflussreichste und erfolgreichste Konstrukteur des 20. Jahrhunderts ist tot. Er starb im Alter von 100 Jahren

Jochen Rieker am 15.09.2008

Olin Stephens

Am 13. April war er 100 geworden, gesundheitlich leicht angeschlagen schon, aber guter Dinge, wie es seinem Naturell entsprach. Am vergangenen Sonnabend, genau fünf Monate später, endete das Leben des Ausnahme-Konstrukteurs. Es war ein bewegtes, ein reiches Leben. Und eine Karriere ohnegleichen.

Schon jung gründete Olin Stephens mit seinem Bruder Rod und dem Yachtmakler Drake Sparkman die Erfolgsfirma Sparkman & Stephens in New York. Den grossen Durchbruch schaffte der Studienabbrecher mit der 52-Fuss Yawl Dorade, mit der er und Rod sowohl das Transatlantik- als auch das Fastnetrennen 1931 sensationell gewinnen konnten.

Später entwarf Olin siegrieche America’s-Cup-Renner gleichsam in Serie, wie die J-Klasse Ranger (zusammen mit W. Starling Burgess) und eine Reihe von Zwölfern, u.a. Columbia, Intrepid oder Courageous, welche die Regatten von 1958 bis 1980 dominierten. Stephens zog 1993 in die America’s Cup Hall of Fame ein.

Sein Vermächtnis geht aber weit über den Cup hinaus. Er war der erste, der Tanktests für das Design der Rumpflinien nutzte, er leistete entscheidende Beiträge zur Entwicklung der IOR-Rennformel, aber auch von Velocity Prediction Programmen (VPP), die heute für alle Yachtdesigner zum Standardrpertoire gehören.

„Olin Stephens war einer der ganz Großen, vielleicht der Allergrößte unserer Zunft,”sagt Torsten Conradi, Geschäftsführer von Judel/Vrolijk & Co gegenüber YACHT online.

Lesen Sie den Nachruf in YACHT 21/2008 und das ausführliche Porträt anlässlich seines 100. Geburstags im PDF (Download kostenlos).

Jochen Rieker am 15.09.2008

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