Museumsschiff

Die "Peking" kommt erst nächstes Jahr

Die Viermastbark gehört nun der Stiftung Hamburg Maritim. Ihr Transport von New York an die Elbe verschiebt sich jedoch in das Frühjahr 2017

Kristina Müller am 10.08.2016
Bark Blohm&Voss Flying P-Liner Peking New York 2013 Everke_The Peking-39

Die „Peking“ an ihrem Liegeplatz in New York

Es gibt Neuigkeiten in puncto "teures Geschenk aus Big Apple": Wie die Stiftung Hamburg Maritim gestern in einer Pressemitteilung bekanntgab, wird der noch in New York beheimatetete Flying P-Liner "Peking" erst im Frühjahr 2017 über den Atlantik an seinen neuen Liegeplatz in Hamburg überführt werden. Grund dafür seien Terminverschiebungen und die Gefahr von Winterstürmen.

Im Mai 2016 hatte die Stiftung bekanntgegeben, die Viermastbark vom New Yorker South Street Seaport Museum zur Restaurierung zu übernehmen und sie dafür zurück in die Hansestadt zu holen, wo das Schiff 1911 von Blohm + Voss gebaut wurde. 26 Millionen Euro wurden aus Bundesmitteln für die Rücküberführung und Restaurierung der "Peking" zugesagt. Nach der Fertigstellung soll sie als stationäres Museumsschiff in das Eigentum des Deutschen Hafenmuseums übergehen. 

Anfang August wurden die letzten vertraglichen und versicherungstechnischen Hürden genommen, sodass die Stiftung Hamburg Maritim nun offiziell der neue Eigentümer der Viermastbark ist. Joachim Kaiser, Vorstandsmitglied und selbst Kapitän, hat die Verhandlungen auf Seiten der Stiftung geführt und ist sichtlich erleichtert: "Alle Beteiligten haben gemeinsam mit unseren amerikanischen Projektpartnern sehr konstruktiv auf diesen Vertragsabschluss hingearbeitet."

In der Mitteilung heißt es weiter, dass – wenn alles nach Plan geht – die "Peking" am 6. September 2016 ihren Liegeplatz an der Pier 16 in Manhattan verlassen und zu einer Werft auf Staten Island geschleppt werden wird. Dort sollen im Oktober die Rahen abgenommen und die Toppstengen gezogen werden, um das Schiff für den Transport im Dockschiff über den Atlantik vorzubereiten. Vor der Beauftragung des Seetransports muss erst noch eine Werft gefunden werden, auf der der Rumpf saniert wird. Es wird also noch einige Monate dauern, bis ein Dockschiff eingechartert werden kann. Dockschiff-Transport und Werftauftrag müssen im Rahmen von europaweiten Ausschreibungen vergeben werden.

Mathias Kahl, Vorsitzender des Betreibervereins "Freunde der Viermastbark PEKING e.V.", kann der Verzögerung im Zeitplan etwas Positives abgewinnen: "Wir werden die Wartezeit überbrücken und mit unseren Mitgliedern weiterhin nach Fotos und Dokumenten aus dem Leben der ‚Peking’ fahnden, die für die Restaurierung dringend gebraucht werden." 

Kristina Müller am 10.08.2016

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

    ANZEIGE

    Das könnte Sie auch interessieren

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online