The Transat Bakerly
Die Jagd über den Atlantik beginnt

25 Einhand-Segler werden ab heute um den Sieg bei der Einhand-Regatta Transat kämpfen. Alles Wissenswerte zum Rennen, zu Wetter und Routing

  • Ricarda Richter
 • Publiziert am 02.05.2016

The Transat Bakerly Armel Le Cléac'h gilt als einer der Favoriten des Rennens

In wenigen Stunden, um 14.30 Uhr Ortszeit, wird das 14. Transat-Rennen von Plymouth nach New York starten. Zwei Dutzend Konkurrenten in vier Klassen kämpfen dann einhand um die schnellste Passage – ebenso wie der französische Segelprofi Loïck Peyron, der auf "Pen Duick II" außerhalb der Wertung fährt.

Den Startschuss feuert Jacqueline Tabarly ab, die Frau des ersten Gewinners 1964, Eric Tabarly – zu dessen Ehren Loïck Peyron eine Art Reminiszenz-Rennen segelt – mit einem alten Boot ohne moderne Navigationselektronik.

The Transat Bakerly Der Vendée-Globe-Sieger François Gabart hofft auf den Sieg unter den Ultimes

Unter den teilnehmenden Skippern befinden sich internationale Segelgrößen wie der Vendée-Globe-Sieger François Gabart unter den Ultimes oder Armel Le Cléac’h auf seiner Open 60, denen in ihrer Klasse jeweils eine Favoritenrolle zukommt.

The Transat Bakerly Loïck Peyron kam im Strickpulli zur Pressekonferenz am Wochenende

Auch die Norddeutsche Anna Maria Renken geht an den Start, die zusammen mit der ebenfalls mitfahrenden Deutsch-Französin Isabelle Joschke als erste deutsche Frau an der ältesten Einhand-Regatta der Welt teilnimmt. Beide starten bei den Class 40s und werden sich unter anderem gegen Armel Tripon, Phil Sharp und Thibaut Vauchel-Camus durchsetzen müssen.

Die ersten Imoca/Open 60 verließen bereits heute Nacht um 1.30 Uhr den Hafen von Plymouth, um nicht von der Tide beeinträchtigt zu werden. Die anderen Boote werden um 11 Uhr mit dem Rausschleusen beginnen. Um 14.30 Uhr Ortszeit (15.30 Uhr MEZ) werden die Boote außerhalb des riesigen Wellenbrechers Plymouth Breakwater, der dem Hafen vorgelagert ist, die eine Seemeile lange Startlinie queren.

Diese wird für Ein- und Mehrrumpfer unterteilt sein, sodass sich die Ultimes und die Multi 50 westlich der Fregatte "HMS Kent", die Imoca/Open 60s und Class 40s östlich von ihr aufreihen werden. Die Wetterbedingungen sind gut, heute Mittag werden zwischen 10 und 15 Knoten aus westlichen Richtungen erwartet. Der französische Fernsehsender iTélé wird die ersten fünf Minuten des Starts live übertragen .

Die Route des Transat führt von Plymouth aus zunächst nach Süden, wo die Segler den Eddystone-Leuchtturm an Steuerbord lassen müssen, bevor sie den Ärmelkanal entlang hinunter auf den offenen Atlantik zufahren. Die ersten Boote werden diesen nach Angaben des Wettfahrtleiters Gilles Chiorri schon nach rund 36 Stunden erreichen.

Wer sich dann für die rund 3050 Seemeilen lange Nordroute entscheide, müsse schon bis Dienstagabend mit extrem rauen Bedingungen rechnen. Starke Winde mit Böen bis zu 45 Knoten sowie bis zu sechs Meter hohe See versprechen vor allem für die Tris der Ultimes-Klasse einen echten Härtetest. Aber auch für die Open 60 werden die Bedingungen ausgesprochen selektiv sein.

Die Teilnehmer können sich jedoch für eine weiter südlich gelegene Route entscheiden, die kräftesparender zu segeln sein wird und auch für das Boot selbst ein geringeres Risiko darstellt. "Es wird interessant sein zu sehen, welche Boote welche Route nehmen werden", sagt Chiorri. "Die Entscheidung wird nicht nur von den Bedingungen abhängen, die die Boote meistern können, sondern auch davon, wie die Segler an das Rennen herangehen". Das Feld werde sich dadurch aufteilen in "Schildkröten" und "Hasen".

Segelbegeisterte können in diesem Jahr zum ersten Mal auch vom Sofa aus am Transat teilnehmen – dank eines Online-Regattaspiels in Echtzeit . Wie die internationalen Stars kann jeder Registrierte dabei 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche seine strategischen Entscheidungen fällen, um schneller als seine Kontrahenten in Brooklyn, New York City anzukommen. Fast 30.000 Fans haben sich mittlerweile für das Spiel angemeldet.

Wer das Rennen lediglich live verfolgen möchte, klickt hier  für den Transat-Tracker.

Yachtingworld war mit Loïck Perron an Bord seiner "Pen Duck II"


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Themen: Anna Maria RenkenArmel Le Cléac'hClass 40EinhandFrançois GabartIsabelle JoschkeLoïck PeyronNew YorkPlymouthThe TransatThe Transat Bakerly

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