Werften
Die drei Großen steigern den Umsatz

Branchenprimus Beneteau erreicht nahezu Vorkrisen-Niveau. Hanse wächst um 17 Prozent. Auch Bavaria kann zulegen. Nicht alle aber profitabel

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 10.10.2011

Yacht Archiv Verkaufsschlager: Beneteaus Sense-Reihe verhalf den Franzosen zu guten Umsätzen

Beeindruckende Zahlen konnten die Franzosen vermelden: Das am 31. August endende Geschäftsjahr wurde im Bereich Boote mit einem Umsatzplus von 21,1 Prozent im Vergleich zu Vorjahr beendet. In Zahlen heißt das: 694,4 Millionen Euro. Zusammen mit dem Bereich Wohnen (plus 10,4 Prozent), hier werden Mobilhomes hergestellt, beläuft sich der Umsatz auf knapp eine Milliarde Euro und ist damit nahezu auf Niveau des Jahres 2007/08. Seinerzeit konnten noch 1.055 Millionen Euro umgesetzt werden. Der Anteil der Segelboote beläuft sich auf 44 Prozent des Umsatzes. „Das Wachstum erfolgt hauptsächlich im Bereich der großen Boote. Lagoon-Katamarane und Powerboats funktionieren gut. Aber auch die neue Sense-Reihe hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir arbeiten profitabel und sind zuversichtlich", berichtet Ives Mandin, Pressesprecher von Beneteau. Obwohl der Großteil des verdienten Geldes noch aus Europa käme, wüchsen die Märkte in Asien rasant, berichtet der Franzose weiter.

Auch die Hanseyachts AG mit den Marken Hanse, Fjord, Dehler, Varianta und Moody kann einen um 17 Prozent gestiegenen Umsatz gegenüber dem Vorjahr vermelden. Dabei konnte der Jahresfehlbetrag von zuletzt 13,1 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro reduziert werden. Personal- und Materialquote konnten leicht gesenkt werden. Für das nächste Geschäftsjahr, voraussichtlich dem ersten unter neuer Führung und Inhaberschaft ohne Firmengründer Michael Schmidt, erwartet das börsennotierte Unternehmen wieder schwarze Zahlen.

Die nicht öffentlich gehandelte Bavaria-Yachtbau GmbH muss ihre Geschäftszahlen nicht veröffentlichen, und sie tut es auch nicht. Doch auch dort scheint es zu laufen: „Wir konnten den Umsatz steigern", berichtet Dr. Jens Ludmann, Geschäftsführer der Giebelstädter Werft, gegenüber der YACHT.

Insgesamt geht es der Branche offenbar besser als noch vor Jahresfrist, zumindest, was die großen Werften angeht. Auch das Konjunkturbarometer des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes bestätigt dies. Demnach sehen 50,6 Prozent der Unternehmen ihre Situation im Vergleich zum Vorjahr als besser an (2010: 33,8 Prozent). Noch wichtiger: Für 2012 rechnen 42,8 (2010: 37,2) Prozent der Befragten mit einer Verbesserung ihrer geschäftlichen Situation.


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