Seenotrettung

DGzRS überwacht nun Grenzwellenfunk

Aufgabenbereich für die Seenot-Küstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde erweitert

DGzRS am 10.10.2012
DGzRS

Seenot-Küstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS

Gut 13 Jahre nach Auflösung der letzten deutschen Küstenfunkstelle Norddeich Radio werden auf Grenzwelle ausgesendete Seenotrufe jetzt wieder direkt in Deutschland empfangen: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat Anfang Oktober 2012 die Überwachung des entsprechenden international einheitlichen Seefunkkanals übernommen.

Dies betrifft Seenotrufe, die außerhalb der Reichweite des Ultrakurzwellen-Funknetzes (UKW) ausgesendet werden, also mehr als etwa 30 Seemeilen (ca. 55 Kilometer) entfernt von der nächsten UKW-Relaisstation an Land. Auf UKW hatte die DGzRS mit ihrer Seenot-Küstenfunkstelle Bremen Rescue Radio bereits Anfang 1999 die Rund-um-die-Uhr-Hörwache übernommen, nachdem die Deutsche Telekom Norddeich Radio geschlossen hatte.

Grenzwellen-Seenotrufe aus dem deutschen SAR-Bereich hat seit 1999 die dänische Küstenfunkstelle Lyngby Radio aufgefangen und an die DGzRS weitergeleitet. Dieser Umweg entfällt nun.

Für diese erweiterten Aufgaben der Seenotretter ist ein zusätzlicher, 25 Meter hoher Rohrmast auf einem DGzRS-Grundstück nördlich des Butendiekswegs in Cuxhaven-Sahlenburg errichtet worden. Aus technischen Gründen muss der Grenzwellenempfang auf einer eigenen Anlage betrieben werden.

Der neue Mast wurde zwischen zwei bereits bestehenden, 80 Meter hohen Seefunksende- und Empfangsanlagen der DGzRS gebaut. Er dient ausschließlich dem Empfang der Grenzwellen-Seenotrufe. Es findet kein Dauerbetrieb statt. Sobald die Anlage einen Notruf auffängt, wechseln die Funker der DGzRS via Fernbedienung von Bremen aus für die Abwicklung des Sprechfunkverkehrs auf die seit langem vorhandenen Sendeanlagen.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das der DGzRS die Zuständigkeit für den Such- und Rettungsdienst im Seenotfall übertragen hat, finanzierte den Bau des neuen Mastes. Dies wurde vertraglich zwischen der DGzRS und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie geregelt.

DGzRS am 10.10.2012

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