Blauwasser

Deutscher Einhandsegler gibt im Südatlantik auf

Der Düsseldorfer Georg Schimmelpfennig, der mit seiner "Hekla" seit August auf einem Nonstop-Törn um die Welt unterwegs war, läuft nach Kapstadt ab

Georg Schimmelpfennig am 27.11.2018
Portrait Georg Schimmelpfennig Longueroute Einhand 2017 SSc_ STS_20170430_061
YACHT/S. Schorr

Die Mitteilung ist knapp: "Hekla" sei seit gestern unterwegs nach Kapstadt, schreibt Georg Schimmelpfennig von Bord. Probleme mit der Ruderanlage sowie ein offenbar schmerzhafter Sturz in der Kajüte haben ihn zum Abbruch seines Nonstop-Weltumsegelungs-Vorhabens bewogen. "Wie es danach weitergeht, ist noch nicht entschieden. Die Teilnahme an der Longue Route 2018 ist jedoch wegen des Halts beendet", so der Solo-Segler.

Ende August war er aufgebrochen, um wie ein gutes Dutzend anderer Einhandsegler verschiedener Nationalitäten an der Longue Route teilzunehmen, einer Nonstop-Fahrt um die Welt "im Geiste Moitessiers". Im Gegensatz zum gegenwärtig parallel laufenden Golden Globe Race soll die Longue Route ausdrücklich keine Regatta sein. Es gibt daher auch kaum Regeln, denen sich die Teilnehmer unterwerfen müssen. 

Position Hekal am 27_11_2018

Der bisherige Kurs Schimmelpfennigs mit seiner "Hekla" und der aktuellen Position südwestlich von Kapstadt

Wie Schimmelpfennig sind in den Wochen zuvor bereits eine Vielzahl anderer Longue-Route-Teilnehmer gescheitert; die meisten mussten ihre Törns infolge technischer Probleme vorzeitig unterbrechen oder gar ganz beenden. Eine der wenigen, die bisher noch keinen Zwischenhalt einlegen musste und die bereits eine ansehnliche Strecke um die Welt zurückgelegt hat, ist die Deutsche Susanne Huber-Curphey.

Huber-Curphey bislang ohne Stopp unterwegs

Sie ist mit ihrer "Nehaj" zu Beginn des Sommers von der Nordostküste der USA aufgebrochen, hat den Atlantik und den Indischen Ozean hinter sich gelassen und auch schon etwa drei Viertel der Strecke durch den Südpazifik im Kielwasser. Momentan sind es für Huber-Curphey noch rund 1300 Seemeilen bis Kap Hoorn. 

Die berüchtigte Landmarke an der Südspitze Südamerikas hat als Erster und bislang Einziger der gegenwärtigen Nonstopsegler der französische Golden-Globe-Teilnehmer Jean Luc Van Den Heede passiert. Er befindet sich nun zurück im Atlantik mit Kurs Nord. Ihm folgt der Niederländer Mark Slats, der aber noch einige Tage brauchen wird, bevor auch er Kap Hoorn backbord querab hat und den Bug wieder gen Norden richten kann.

Georg Schimmelpfennig am 27.11.2018

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