Havarie

Deutsche Yacht vor Bornholm gesunken

Eine Teilnehmeryacht der Regatta Rund Bornholm ist nordöstlich der dänischen Insel leckgeschlagen und gesunken. Die Crew wurde gerettet

Pascal Schürmann am 10.07.2012
Havarie Kallisto

Bericht des dänischen Rundfunks über die Havarie. Auf dem Foto rechts die noch schwimmende "Kallisto", links im Bild die Rettungsinsel

Heute Morgen gegen acht Uhr stiegen die neun Besatzungsmitglieder der "Kallisto" in die Rettungsinsel. Offenbar drang nach einem Ruderschaden so viel und so schnell Wasser ins Schiff, dass es aufgegeben werden musste. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Yacht zirka fünf Seemeilen nordöstlich von Bornholm in der Nähe der Davids-Untiefe.

Das berichtet der dänische Rundfunk. Erste Hinweise auf das Unglück hatte es von Außenstehenden über den Race-Tracker gegeben. Die Wettfahrtleitung war hingegen offenbar lange Zeit gar nicht über das dramatische Geschehen informiert und klärte erst sehr spät über die erfolgte Rettung der Crew auf.  

Kallisto

Die "Kallisto" vor der Regatta Rund Bornholm

Während des Unglücks standen eine Fähre und auch andere Regattateilnehmer den Havarierten um das Skipperpaar Andrea Michelmann und Jens Burmeister bei, bis das dänische Seenotrettungsboot "Mads Jacobsen" zur Stelle war. Es barg die Crew ab und brachte sie wohlbehalten nach Rønne im Südwesten Bornholms. Kurz darauf sei die "Kallisto" gesunken, eine noch recht neue Rennyacht, gebaut von der sächsischen Werft Race2Win.

Über die genauen Ursachen der Havarie ist derzeit noch nichts bekannt. Die Windbedingungen in der vorangegangenen Nacht waren aber wohl nicht ganz einfach gewesen. Auch mehrere andere Teilnehmeryachten an der Regatta, die im Rahmen der derzeit laufenden Warnemünder Woche ausgetragen wird, mussten vorzeitig aufgrund von Materialschäden aufgeben.

Die schnellsten Schiffe des Rennens, zu dem insgesamt 65 Yachten in unterschiedlichen Wertungsgruppen angetreten waren, sollten eigentlich in den Abendstunden zurück in Warnemünde sein. Allerdings soll der südwestliche Wind in den kommenden Stunden noch stark abflauen, sodass sich die Ankunft verzögern dürfte.

In welche Richtung die Schiffe die Insel Bornholm umrundeten, war den Crews übrigens freigestellt worden. Die meisten hatten sich für eine Umrundung gegen den Uhrzeigersinn entschieden.

Alle aktuellen Positionen auf dem Race-Tracker, den es erstmals bei der Hanseboot Rund Bornholm, so der offizielle Name der Regatta, gibt.

Pascal Schürmann am 10.07.2012

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