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Der legendäre Fotograf Stanley Rosenfeld ist tot

Am 23. 12. 2002 starb der berühmte Segelfotograf Stanley Rosenfeld im Alter von 89 Jahren in Miami

  • Ben Andersch
 • Publiziert am 02.01.2003

Mystic Seaport Museum/The Rosenfeld Collection Der Fotograf Stanley Rosenfeld

Seine Karriere begann sehr früh. Bereits im Alter von 13 Jahren assistierte er seinem Vater Morris Rosenfeld im New Yorker Studio der Familie in Manhatten. Seine beiden Brüder David und William arbeiteten ebenfalls dort mit, doch nur Stanley gelang eine beeindruckende Karriere als Fotograf.

Die Yachtfotografie war für beide, Morris und Stanley, mehr als eine Leidenschaft. Deshalb zogen sie 1927 nach City Island am Long Island Sound ins damalige amerikanische Segel-Mekka. Die Arbeit mit dem Vater hatte den Charakter einer freundschaftlichen Konkurrenzsituation, über die Stanley einmal sagte: "Die Zusammenarbeit bedeutete immer den Reiz eines Wettkampfes. Er hat nie vergessen, dass er früher Zeitungsmann war, und es bereitete ihm Spaß, uns zu schlagen." Besonders die Aufnahmen vom America?s Cup machten die Rosenfelds in der Segelszene berühmt. Fast 70 Jahre lang dokumentierten sie die Wettkämpfe. Noch 1992 verfolgte der damals 80-jährige Stanley täglich die Regatten. Eines der besonderen Merkmale der Rosenfeld-Fotos ist der sensible Umgang mit Licht und Schatten in Kombination mit den Segeln als grafischem Element. Sie hatten außerdem stets eine glückliche Hand im Umgang mit den Menschen an Bord. So gelangen ihnen immer wieder seltene und eindrucksvolle Momentaufnahmen von Crews und reichen Eignern.

Mystic Seaport Museum/The Rosenfeld Collection Die J-Class-Yacht "Rainbow" 1934

1984 verkaufte Stanley Rosenfeld das fast eine Million Bilder umfassende Archiv der Familie an das Mystic Seaport Museum. Dort ist es als nationales Erbe öffentlich zugänglich. Er allein hat an mehr als 20 Büchern, Hunderten von Zeitungsartikeln mitgearbeitet, und zahlreiche Titelfotografien stammen von ihm.

Am 17. 02. 2003 wird Stanley Rosenfeld in die America's Cup Hall of Fame als 51. Mitglied aufgenommen. Eine der größten Auszeichnungen für Segler in den USA, die sein Vater 1995 ebenfalls erhielt.

Literatur: "Segel im Wind", Edition Maritim, ISBN: 3-89225-398-6
(Wer dieses Buch noch kaufen möchte, sollte sich allerdings beeilen, da nur noch Restexemplare vorhanden sind.)


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Themen: FotografNachrufRosenfeld

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