Messe Düsseldorf
Der boot-Blog, Tag 2: Alles wird besser

Der Auftakt am Sonnabend war schon prima, Sonntag setzte sich die Gute-Laune-Stimmung fort. Ist das die Wende?

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 24.01.2010

YACHT/J. Rieker Feine Kleine: Die Tofinou 7.0 ist nur eine von vielen kleinen Yachten der boot

Der boot-Blog, Tag 2: Alles wird besser

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Der boot-Blog, Tag 2: Alles wird besser

Wenn sich Glück in Zahlen messen ließe, dann wäre der Besucherindex der boot Düsseldorf ein guter Maßstab. Er weist ein schönes Plus aus. Beleg dafür, dass sich die Wassersportler wieder auf das besinnen, was Spaß macht.

Ein Spiel hat 90 Minuten, und man muss immer sehen, was am Ende rauskommt. So lautet die gängige Fußballer-Weisheit.

Bei der boot kann man schon jetzt, lange vor der Halbzeit, eine Prognose wagen, und die sieht gut aus: Es scheint, als habe der Wind gedreht. Statt von vorn weht er jetzt achterlich, und das sorgt bekanntlich für mehr Geschwindigkeit und weniger Lage.

Wieder waren die Stände voll, die Boote überbelegt, Besucher und Aussteller zufrieden. Und zwar querbeet durch alle Gattungen — von Jollen bis zu Luxusyachten.

Was auffällt: Noch nie gab es so viele Modelle unter und um zehn Meter Länge. Oder sie waren weniger prominent präsentiert. Aber gerade das Segment, das so lange unbeachtet blieb bei den Neuentwicklungen, hat auf dieser Messe ein Revival erlebt.

Tofinou, die französische Marke, die für moderne Retro-Klassiker steht, stellt in Halle 16 gleich drei ihrer schönsten Stücke aus. Saffier-Yachts aus Holland ebenfalls. Josef Schuchter aus der Schweiz hat seine beiden Esse an den Rhein gebracht, wunderschöne Daysailer, die auch zum Regattasegeln taugen. Blu zeigt die 26. Biehl marin die Seascape 18, Siegerin bei der Wahl zu Europas Yacht des Jahres. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt!

Nie war das Angebot so vielfältig, auch in diesem Bereich, so breit und vielschichtig wie gerade jetzt — eine rundum erfreuliche Entwicklung.

Auch aus Deutschland gibt es Neues zu vermelden. Fricke & Dannhus überrascht zur Messe mit Plänen für ein wunderschönes 36-Fuß-Retrodesign.

Der Riss von Konstrukteur Marc-Oliver von Ahlen zitiert traditionelle Elemente wie einen Aufbau aus Holz (inklusive Wassergarten), ein klassisch aufgebautes Teakdeck über Balkwegern — und kombiniert all das mit modernen, stark leistungsorientierten Linien unter Wasser samt T-Kiel an einer geschweißten Edelstahl-Finne.

Ein Boot für Kenner und Genießer. Der Ausbau folgt den individuellen Vorstellungen des Eigners. Und mit 3,10 Meter Breite und optionalem Hubkiel ist die HD 36 auch für Binnenreviere interessant. Leider gibt's am Stand in Halle 17 bisher nur Zeichnungen zu sehen, aber allein die lohnen schon den Besuch. Und wer sich über die handwerklichen Fähigkeiten der Werft ein Bild machen will, kann ja die beiden kleineren Modelle der HD-Reihe in Augenschein nehmen.

Täuscht der Eindruck oder ist dies eine der spannendsten Messen in Düsseldorf seit langem? Mehr dazu in den kommenden Tagen hier auf YACHT online!


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Themen: ahlenBlogbootDannhusFrickeHD 36MesseNeuheiten

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