Wirtschaft
Dehler hofft auf frisches Kapital

Landesbankbürgschaft offenbar gesichert. Rettungsplan für die unter Druck geratene Werft steht. Produktion kann wieder anlaufen

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 31.10.2008

In einer mehrstündigen Sitzung hat das Land Nordrhein-Westfalen gestern eine Bankbürgschaft für die wirtschaftlich angeschlagene Serienwerft beschlossen. Das berichtet Dehler-Chef Wilan van den Berg gegenüber YACHT online.

Seit Sommer hatten Wirtschaftsprüfer den Betrieb in Freienohl analysiert und ein Gutachten erstellt. Auf dessen Basis fiel gestern offenbar die Entscheidung zu Gunsten der drittgrößten deutschen Serienwerft.

Wilan van den Berg und sein Team müssen zunächst noch ein umfangreiches Bedingungswerk abarbeiten, mit dem die Bankbürgschaft verknüpft ist. "Das sind Formalien", sagt der CEO. Erst nach einer abschließenden Prüfung steht die Bürgschaft, von der die Vergabe weiterer Bankkredite an Dehler abhängt.

Auf die Frage, wie umfangreich die Garantien seien, antwortete van den Berg: "Wir können damit praktisch sofort wieder voll loslegen und die für 2008 bis 2010 laufenden Restrukturierungspläne umsetzen."

Laut van den Berg reicht das Auftragspolster noch bis Mitte 2009; weitere etwa 30 Orders von Händlern stünden darüber hinaus in Aussicht, wenn die finanziellen Schwierigkeiten überwunden seien.

Damit scheint die Krise der Werft zunächst überwunden. Ob und in wieweit die derzeitigen Probleme in der Weltwirtschaft den Konsolidierungskurs der Werft beeinträchtigt, ist allerdings unklar.


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: DehlerEtapFinanzkriseKriseWirtschaft

Anzeige