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Dänischer Schlepper im Fehmarnbelt gesunken

Zusammenstoß mit Offshore-Windpark nur knapp verhindert

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 22.09.2003

Ein 25 Meter langer dänischer Schlepper ist gestern gegen 16 Uhr östlich von Fehmarn gesunken. Die drei Crewmitglieder wurden von einem Küstenmotorschiff gerettet.

Das vom Schlepper gezogene Schwimmdock trieb derweil auf eine Offshore-Windkraftanlage vor Lolland zu, konnte jedoch vor dem Zusammenstoß geborgen werden.

Gegen 13.30 Uhr war die Verbindung zwischen dem Schlepper "Anders Werner", der von Marstall nach Lettland unterwegs war, und seinem 82 Meter langen Schwimmdock auf dem Kiel-Ostseeweg gerissen. Beim Versuch, die Schleppverbindung wieder herzustellen, kollidierte das Schiff mit dem schweren Schwimmdock, schlug leck und sank gegen 16 Uhr vier Seemeilen nordöstlich von Puttgarden auf Fehmarn. Die drei Crewmitglieder wurden von einem passierenden Motorboot gerettet.

Das Schwimmdock trieb indes bei 6 bis 7 Windstärken aus südwestlicher Richtung auf einen Offshore-Windpark vor Lolland zu. "Wir benachrichtigten sofort die dänischen Kollegen", erklärte Helmut Kramer, Pressesprecher des Bundesgrenzschutzamt See. Mit großem Schrecken, so Kramer, hätten die Dänen die Nachricht aufgenommen und umgehend einen Schlepper von Gedser aus losgeschickt. Dieser konnte das Schwimmdock gerade noch rechtzeitig an den Haken nehmen. Nur noch eine Seemeile, so Bundesgrenzschützer Kramer, sei das Dock von den Windkraftanlage entfernt gewesen.

Während das Schwimmdock mittlerweile sicher nach Warnemünde geschleppt werden konnte, liegt die "Anders Werner" im Kiel-Ostseeweg auf Tiefe. Derzeit, so Helmut Kramer, werde beratschlagt, wie man den Schlepper bergen könne.


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Themen: FehmarnbeltGesunkenSchlepperSeenot

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