Blauwasser

Cornells Atlantiküberquerer im Ziel

Italienische Yacht als Erste auf Martinique, gefolgt von der "Happy Joss" des Deutschen Rudolf Hart. Meeresschutzaktionen finden Anerkennung

Pascal Schürmann am 09.12.2013
Happy Joss

Die "Happy Joss" gestern kurz vor Erreichen Martiniques

Seit Tagen treffen auf der Karibikinsel St. Lucia bereits die Teilnehmeryachten der diesjährigen Atlantic Rally for Cruisers (ARC) ein (YACHT online berichtete). Nun wird es auch auf Martinique allmählich voll. Seit dem Wochenende erreichen die ersten Crews die Insel, die bei der neuen Atlantic Odyssey mitsegeln. Jimmy Cornell, der einst schon die ARC gründete, hat die neue Transatlantikrally ins Leben gerufen.

Nach 20 Tagen hatte die unter italienischer Flagge segelnde Swan 55 "Gemm" die Ehre, als erstes Boot das Ziel Martinique zu erreichen. Einen Tag später, am gestrigen Sonntag, folgte ihr die in Malta registrierte "Happy Joss", eine Jeanneau 57 des deutschen Eigners Rudolf Hart vom Düsseldorfer Yachtclub. Insgesamt sind 20 Yachten aus elf Nationen bei der Atlantic Odyssey an den Start gegangen, der in Lanzarote erfolgt war.

Happy Joss

Die "Gemm" am Samstag im Ziel in Port du Marin/Martinique

Die vergleichsweise lange Überfahrt ist dem Wetter geschuldet. Es gab wenig Wind, und die Passatroute wurde ihrem Ruf nicht gerecht. Die Boote benötigten rund eine Woche länger als erwartet.

Vier der Teilnehmeryachten sind zudem in besonderer Mission unterwegs. Sie setzen auf dem Weg über den Atlantik spezielle Messbojen aus, die im Wasser treiben und Daten über den Zustand des Ozeans sammeln und an wissenschaftliche Forschungsinstitutionen funken. Einen Bericht darüber hat vor kurzem die Unesco veröffentlicht. Die Yachten weiterer Atlantic Odysseys als auch die Boote der Blue Planet Odyssey werden ebenfalls an weltweiten Studien über die Erforschung von Phytoplankton und anderen Projekten teilnehmen.

Die Aktionen im Auftrag der Wissenschaft ermöglicht es den Seglern, einen sinnvollen Beitrag zur Meeresforschung zu leisten und auf die Bedrohung unserer Ozeane aufmerksam zu machen. Dieses Thema liegt Jimmy Cornell sehr am Herzen. Er ermutigt diejenigen, die an seinen Rallyes teilnehmen, selber einen Beitrag zum Schutz der Ozeane zu leisten. Alle seine Events stehen unter dem Motto "Der Ozean – das Erbe unserer Zukunft".
 

Pascal Schürmann am 09.12.2013

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