Langfahrt

Cornell auf Magellans Spuren

Jimmy Cornell geht erneut auf Tour. Nächstes Jahr will er die Route Magellans nachsegeln, der vor 500 Jahren die erste Weltumsegelung initiierte

Pascal Schürmann am 24.10.2019
BesBoot Garcia 45 Exploration Aventura IV 2014 Porträtfotos Jimmy Cornell © YACHT:P.SchürmannIMG_1132
YACHT/P. SCHÜRMANN

Jimmy Cornell

"Elcano" wird das Schiff heißen, mit dem Langfahrt-Ikone und ARC-Begründer Jimmy Cornell 2020/21 um die Welt segeln will. Damit möchte er jenem Kapitän Geltung verschaffen, der vor 500 Jahren als erster Mensch einmal um den ganzen Erdball gesegelt war. Denn während Ferdinand Magellan die damalige Pionierleistung auf den Philippinen mit seinem Leben bezahlte, schaffte es der Spanier Juan Sebastián Elcano gemeinsam mit 17 verbliebenen Seeleuten, unversehrt in die Heimat zurückzukehren. Trotzdem wird bis heute häufig von Magellan als dem ersten Weltumsegler gesprochen.

Cornell will sich exakt an die Route von einst halten, also von Sevilla aus Kurs auf Brasilien nehmen und sich dann die argentinische Küste hinab bis zur Magellanstraße hangeln. Durch diese geht es danach in den Pazifik und weiter zu einer Handvoll Inseln in der Südsee, die heute zu Französisch-Polynesien gehören. Es folgen weitere Inseln im Süden der Philippinen sowie in den Gewässern Borneos und Indonesiens, bevor es quer durch den Indischen Ozean nach Port Elizabeth in Südafrika geht. Im Atlantik ist danach noch ein Stop auf den Kapverden vorgesehen, bevor Cornell erneut Sevilla ansteuern will.

Karte Elcano

Die vorgesehene Route um die Welt, wie sie Mageallan begonnen und Elcano vollendet hatte

Begleitet wird Cornell, der beim Start im Oktober nächsten Jahres 80 Jahre alt sein wird, von einem dann gleichfalls bereits 76-jährigen Segelfreund. Beide haben zusammen schon mehrere Törns in den Hohen Breiten unternommen.

Ihr Boot wird ein recht sportlich ausgerichteter Fahrtenkatamaran vom Typ Outremer 4X sein. Dieser wird statt mit herkömmlichen Dieselmotoren mit zwei E-Antrieben von Oceanvolt ausgerüstet. Die auch beim Segeln mitlaufenden Propeller sowie zusätzliche Solarpaneele sorgen dafür, dass die Batteriebänke laufend geladen werden. Dieselgeneratoren sind damit komplett überflüssig.

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Outremer 4X

Cornell möchte mit seiner Reise zeigen, dass man sich auch in hohem Alter noch neuen Herausforderungen stellen kann und sollte. Und er will beweisen, dass es durchaus möglich ist, ohne die Hilfe eines Verbrennungsmotors um die Welt zu segeln – ganz so wie einst Juan Sebastián Elcano. 

Weitere Hintergründe zu Cornells Weltumsegelungs-Projekt samt technischer Details zum elektrischen Antrieb von Oceanvolt in der YACHT 24/2019 (erscheint am 20. November).

 

Pascal Schürmann am 24.10.2019

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