Abenteurer

Burkhard Pieske erreicht Palau

Der geplante Extremtörn mit der Proa "Ana Varu" von Taiwan nach Guam auf der Route der Polynesier war hart, Sturm zwang zum Umweg

Andreas Fritsch am 05.04.2016
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Die Proa "Ana Varu" bei Testschlägen vor Heiligenhafen

Über drei Wochen war der Lübecker Abenteurer mit seinem Freund Nash Camacho auf der modernen Interpretation einer historischen Südsee-Proa im Pazifik unterwegs. Ohne moderne Navigation, ohne technischen Schnickschnack an Bord wollen die beiden den Migrationsweg der Polynesier nachsegeln.

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Burkhard Pieske und sein Mitsegler Nash Camacho

"Gestern sind sie nun endlich auf Palau angekommen", teilte Pieskes Frau Silke heute der YACHT mit. Sie erreichten die Insel mitten in der Nacht und konnten die Riffeinfahrt  zum Hafen nicht finden. So warteten sie schließlich auf See, bevor sie ankern konnten. Über 1300 Seemeilen sind die beiden mit der Elf-Meter-Proa "Ana Varu" gesegelt. "Burkhard sagt, es sei einer der härtesteten Törns seines Lebens gewesen, sie sind zum Schluss in einen fürchterlichen Sturm geraten und mussten weiter nach Südosten ablaufen, sodass sie Guam nicht wie geplant erreichen konnten."

YACHT-tv-Beitrag zu den Vorbereitungen des Projekts

Pieske

Pieskes gesegelte Route  

Mit dem Boot, das sie ohne lange Vorbereitungstörns seeklar gemacht hatten, gab es einige Schwierigkeiten. "Gegen Ende gab es dann noch ein größeres technisches Problem, ich weiß aber noch nicht, was es genau war", so Pieskes Ehefrau gegenüber der YACHT. Die Strapazen sähe man den beiden an, Mitsegler Nash Camacho soll über zehn Kilo Gewicht verloren haben. An Bord sei alles klitschnass gewesen, und beide seien übersät von blauen Flecken, die das sehr aktiv zu segelnde Boot ihnen verpasst habe. 

Ursprünglich war der Plan, nach Guam – der Heimatinsel seines Begleiters – zu segeln und dort am Pacific-Art-Festival im Mai teilzunehmen. Nun wird der 57-jährige Pieske vermutlich die Insel in einem zweiten Schlag anlaufen müssen, bis zum Ziel sind es noch rund 670 Seemeilen gen Osten. Dem sollen weitere Etappen durch die gesamte Südsee bis zu den Osterinseln folgen.

Doch zurzeit genießt das Duo erst einmal den Landfall auf Palau. "Es gab einen Empfang für die beiden, sie sind das Thema vor Ort", so Silke Pieske. Die Einheimischen wären begeistert über das Projekt mit dem Bootstyp ihrer Vorfahren – genau so, wie es sich Burkhard Pieske erhofft hatte.

Pieske

Pieskes geplante Route für das gesamte Projekt

Andreas Fritsch am 05.04.2016

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