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Bunkern ohne Buße

Skipper dürfen ab sofort wieder gering oder gar nicht versteuerten Diesel aus dem Ausland einführen – die Deklarierungspflicht ist aufgehoben

  • Uwe Janßen
 • Publiziert am 06.08.2008

Die erlaubte Menge beträgt bei der Einfuhr aus EU-Staaten 20, aus Drittländern 30 Liter. Das betrifft beispielsweise Einreisende aus Norwegen, Großbritannien, Irland und Belgien, wo oft nur gering oder gar nicht versteuerter Diesel an Bootstankstellen erhältlich ist.

Als Nachweis gegenüber dem Zoll genügt die Tankquittung oder ein glaubhafter Beleg (z. B. Logbuch). Bis dato verhängten die Behörden drakonische Strafen sogar für Skipper, die nur mit geringen Restmengen im Tank erwischt wurden. So musste ein Skipper, der mit seiner Nauticat in Kiel kontrolliert wurde, den gesamten Tankinhalt von 950 Litern nachversteuern (450 Euro) und wurde darüber hinaus zu 400 Euro Strafe verdonnert – obwohl sich nach dem Bunkern in Norwegen (zollfrei) und später in Dänemark (verzollt) nur noch Spuren unverzollten Diesels in seinem Tank befanden (YACHT 17/07).

Darüber war es zwischen Seglern und Zöllnern in der Vergangenheit zu erbitterten Auseinandersetzungen gekommen. Skipper berichteten der YACHT, die Beamten hätten ihnen hönisch geraten, doch vor der Grenze Kreise zu fahren, bis der Tank leer ist oder tunlichst mit dem Kanister zur nächsten Straßentankstelle in Norwegen zu pilgern. Dort ist an den Bunkerstationen für die Sportschifffahrt schlichtweg kein versteuerter Diesel zu bekommen.

Weitere Infos dazu unter www.kreuzer-abteilung.org


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Themen: BunkernDieselSteuernTanken

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