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Bundesverband Wassersportwirtschaft bezieht Stellung

Die Branchenvereinigung zur Position des DSV

  • Fridtjof Gunkel
 • Publiziert am 07.06.2007

in YACHT online am 4.6.07 haben der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutsche Segler-Verband ihre Sichtweise zum Thema Regulierungswut dargelegt und auf den Antrag der Regierungsfraktionen reagiert, die nun den Wassertourismus und den Wassersport stärken wollen. Jetzt kommt die Stellungnahme zur Stellungnahme vom Bundesverband Wassersportwirtschaft:

Yacht online
Regierungsfraktionen wollen den Wassertourismus und den Wassersport stärken

Stellungnahme des Olympischen Sportbundes und Deutschen Segler-Verbandes


In ihrer Stellungnahme weisen Olympischer Sportbund und Deutscher Segler-Verband darauf hin, dass der Vorschlag der Ausdehnung der Kennzeichnungspflicht analog zum Binnenbereich von verschiedenen Verbänden, unter anderem auch durch unseren Verband, eingebracht wurde. Dies ist zutreffend.

Wir weisen allerdings darauf hin, dass

1. der Vorschlag der Ausdehnung der Kennzeichnungspflicht nicht allein durch die Notwendigkeit von Marktdaten begründet wurde. Die wesentlichen Gründe, die für die Ausdehnung der Kennzeichnungspflicht sprechen, sind

· die erhebliche Zunahme des Bestandes an Booten und Yachten (Marktbestand ca. 450.000)
· bessere Kontrollmöglichkeiten im Bereich des Grenzverkehrs
· bessere Kontrollmöglichkeiten und Eingriffsmöglichkeiten bei Unfällen, Diebstahl, Umwelt- und Verkehrsvergehen

Diese Gründe wurden in dem im Oktober 2006 vorgelegten Positionspapier dargelegt. Marktdaten sind ein positiver und für die Wirtschaft wichtiger Nebeneffekt.

2. unserem Vorschlag nach Ausdehnung der Kennzeichnungspflicht auch durch den Deutschen Segler-Verband zugestimmt wurde.

Der Deutsche Segler-Verband hat in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie weiteren Organisationen den Vorschlag befürwortet. Wir zitieren: „Die Forderungen des Positionspapiers nach (...) einer Kennzeichnungspflicht auch im Seebereich (...) werden im Grundsatz befürwortet.“

Noch am 11. Januar 2007 hat der Unterhändler des DSV, Herr Peter Krampe, anlässlich eines Koordinierungsgespräches zwischen Bundestagsabgeordneten, Verkehrsministerium und Verbänden den Wunsch nach einer Ausdehnung der Kennzeichnungspflicht erneuert. Daraufhin hat die parlamentarische Staatssekretärin im BMVBS Frau Karin Roth zugesagt, entsprechende Prüfungen einzuleiten.

Wir stellen fest, dass offizielle Verlautbarungen des Deutschen Segler-Verbandes und internes Handeln nicht deckungsgleich sind. Dies gilt auch für den Beschluss der Sicherheitskonferenz, den Gültigkeitsbereich des Sportbootführerschein See auf noch zu bestimmende Gewässer zu begrenzen, an dem der Deutsche Segler-Verband mitgewirkt hat.

Erst die engagierte und zutreffende Berichterstattung der „Yacht“ hat den für Insider schon lange erkennbaren Widerspruch zwischen Sagen und Tun öffentlich gemacht.

Wir erwarten, jedenfalls soweit unser Wirtschaftsverband in öffentlichen Erklärungen tangiert wird, dass die Fakten korrekt dargestellt werden.

Köln, den 6. Juni 2007

Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.
-Jürgen Tracht-
Geschäftsführer


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Themen: AktionBWVSDSVProtestRegulierungStellungnahme

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