Seeunfälle
BSU veröffentlicht Jahresbericht der Havarien aus 2018

Die Auswertung der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung zeigt: Die Unfallzahl im Sportbootbereich ist leicht gestiegen. Ein Todesfall wurde gemeldet

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 17.05.2019
Seeunfälle von Sportbooten in deutschen Gewässern kann die BSU aufarbeiten Seeunfälle von Sportbooten in deutschen Gewässern kann die BSU aufarbeiten Seeunfälle von Sportbooten in deutschen Gewässern kann die BSU aufarbeiten

DGzRS Seeunfälle von Sportbooten in deutschen Gewässern kann die BSU aufarbeiten

Insgesamt 472 Vorfälle verzeichnete die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) für das vergangene Jahr: Der Jahresbericht 2018 wurde am gestrigen Donnerstag veröffentlicht. 407 Meldungen entfallen auf die Berufsschifffahrt, fünf auf Traditionsschiffe und 60 auf Sportboote – das sind sieben Yachtunfälle mehr als im Vorjahr.

BSU Die Meldungen der BSU für die Jahre 2003 bis 2018. Seit 2017 werden Traditionsschiffe nicht mehr der Berufsschifffahrt zugeordnet, sondern gesondert aufgeführt        

Dennoch äußert sich die Behörde positiv in ihrem Bericht:

"Die angezeigten Unfälle im Sportschifffahrtsbereich sind seit Jahren rückläufig und betrafen nur gut ein Drittel der z.B. für 2009 noch gemeldeten Zahlen. Auch mit nur einem tödlich verlaufenden Sportbootunfall ist das Jahr 2018 historisch niedrig besetzt. Im besten Fall bedeutet dies, dass sich der Sicherheitsgedanke auch im Sportbootbereich immer mehr durchsetzt."

BSU Einen Todesfall auf Sportbooten verzeichnete die BSU im vergangenen Jahr

Sportbootunfälle stehen dabei auf der Prioritätenliste der BSU an nachgeordneter Stelle: Seit 2011 werden Unfälle von nicht gewerblich eingesetzten Sportbooten außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer nicht mehr von deutscher Seite untersucht. Seeunfälle von Sportbooten in deutschen Gewässern kann die BSU jedoch weiterhin aufarbeiten – sofern Erkenntnisse zu erwarten sind, die voraussichtlich zu einer Erhöhung der Sicherheit im Seeverkehr beitragen können.

Außerdem werden Sportbootunfälle weiterhin statistisch erfasst. Die angezeigten Unfälle sind eigentlich seit Jahren rückläufig – das vergangene Jahr verzeichnete jedoch erstmals wieder einen leichten Anstieg.

Die Arbeit der BSU

Die Seeunfalluntersuchungen und deren Abschlussberichte dienen nicht zur Feststellung von Schuld oder zur Klärung von Haftungsfragen. Sie sollen nicht sanktionieren, sondern Impulse zur Vermeidung künftiger Unfälle geben und alle Beteiligten in eine Sicherheitspartnerschaft mit einbeziehen.

Alle von der BSU veröffentlichten Berichte sind, sortiert nach Veröffentlichungsjahr, auf der Internetseite www.bsu-bund.de unter dem Stichwort "Publikationen" einzusehen.

Hier finden Sie den Jahresbericht 2018.


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Themen: BSUBundesstelle für SeeunfalluntersuchungHavarieJahresbericht 2018Seenot

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