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Bruch und Abbruch beim Golden Globe: Der Nächste gibt auf

Noch 13 der ursprünglich 18 Skipper segeln derzeit im Rennen. Zwei reparieren auf den Kanaren, einer fuhr am Wegepunkt vorbei, ein Weiterer brach komplett ab

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 17.07.2018
Der Finne Tapio Lethinen auf seiner überladenen Gaia 36 "Asteria" am Wegpunkt vor Lanzarote Der Finne Tapio Lethinen auf seiner überladenen Gaia 36 "Asteria" am Wegpunkt vor Lanzarote Der Finne Tapio Lethinen auf seiner überladenen Gaia 36 "Asteria" am Wegpunkt vor Lanzarote

Golden Globe Race 2018 Der Finne Tapio Lethinen auf seiner überladenen Gaia 36 "Asteria" am Wegpunkt vor Lanzarote

Die meisten der Golden-Globe-Skipper segeln derzeit mit Kurs auf die Kapverdischen Inseln gen Süden. Das Rennen hat unterdessen begonnen, in Sachen Ausfallquote seinem historischen Vorbild zu ähneln.

Die war beim Golden Globe Race von 1968/69 enorm hoch. Nur einer, Sir Robin Knox-Johnston, kam am Ende durch. Alle anderen gaben aus mentalen oder technischen Gründen früher oder später auf.

Dass eine Weltumsegelung allein, ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne Hilfe von außen, nichts von der Härte von einst verloren hat, zeigen dabei die Ereignisse der zweiten Woche der Nonstop-Regatta. Wieder gab ein Skipper auf, Windsteueranlagen quittierten ihren Dienst – und einer (ver)irrte sich und segelte am Pflicht-Wegepunkt vorbei.

Doch lieber Bergsteigen? Kevin Farebrother steigt aus

Golden Globe Race 2018 Hundemüde und enttäuscht: Kevin Farebrother gibt das Golden Globe Race 2018 auf

Nachdem schon nach wenigen Tagen der Brite Ertan Beskardes wegen Sehnsucht nach seinen Liebsten aufgeben hatte, hat mittlerweile der zweite Teilnehmer vor der Härte des Rennens kapituliert. Der australische Bergsteiger und Abenteurer Kevin Farebrother hat zwar den Mount Everest bezwungen, doch mit dem Alleinsein an Bord komme er nicht klar. "Ich bin fürs Einhandsegeln nicht gemacht", sagt der 50-Jährige.

Etwas Schlaf zu tanken, während sein Schiff ohne ihn weitersegelt, das sei nichts für ihn. "Das ist für mich, als säße ich auf der Rückbank eines fahrenden Autos, ohne jemanden am Steuer. Dementsprechend wenig Schlaf habe ich in den vergangenen zwei Wochen bekommen." Farebrothers Schiff steht schon zum Verkauf.

Mit Stopp statt nonstop

Antoine Cousot pausiert derweil in der Marina Rubicon auf Lanzarote, um seine defekte Windsteueranlage zu reparieren. Er hofft, das Rennen wieder aufnehmen zu können – dann allerdings in der sogenannten Chichester-Klasse für all diejenigen Teilnehmer, die einen Stopp in einem Hafen einlegen müssen und es schaffen, mit dieser einen Unterbrechung rundum zu segeln.

Golden Globe Race 2018 Nabil Amra musste mit defekter Windsteueranlage Teneriffa anlaufen

Mittlerweile hat auch Nabil Amra mit seiner Biscay 36 das Rennen unterbrochen und Teneriffa angelaufen. Seine Beaufort-Windsteueranlage hat ebenfalls den Dienst quittiert.

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