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boot: Besucherrückgang

Trotz 14000 Messebesuchern weniger als im Vorjahr ist die Messeleitung zufrieden

  • Carsten Kemmling
 • Publiziert am 27.01.2002

341000 Besucher strömten vom 19. bis 27. Januar durch die 17 Messehallen der boot in Düsseldorf. Das sind 14000 weniger als im Vorjahr, aber die Zahl liegt laut Messeleitung im Rahmen des Erwarteten.

Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage lasse kein besseres Ergebnis zu. Erfreulich sei die fachliche Kompetenz, Qualität und Kaufkraft des boot-Publikums. 88 Prozent der Aussteller waren Befragungen zufolge mit der Besuchersituation zufrieden.

Gestiegen ist die Internationalität des Publikums: 13 Prozent kamen aus dem Ausland. Jeder Dritte reiste aus Nord-, Süd- oder Ostdeutschland an. Weit über die Hälfte der Besucher gab an, auf der Messe gekauft oder bestellt zu haben. Für zwei Drittel der Aussteller war bereits die Veranstaltung ein geschäftlicher Erfolg, 76 Prozent rechnen mit einem guten Nachmessegeschäft. Enorm groß ist das Interesse der Besucher an Booten und Yachten. 63 Prozent kamen, um sich über diesen Angebotsbereich zu informieren. Es folgen Bootsausrüstungen, Wassersportbekleidung, Charterangebote, Tauchsportausrüstungen und Tauchreisen.

Die Konjunktur im Bootsmarkt bewege sich laut Pressesprecherin Preinbergs nach wie vor auf hohem Niveau. Das gelte insbesondere für Segelboote und Segelyachten aller Größenordnungen. Differenziert sei die Lage im Motorbootmarkt. Boote im mittleren und gehobeneren Preissegment finden ihre Käufer. Auch Boote in einsteigergerechten Kategorien fanden Zuspruch. Das Geschäft mit und rund um Superyachten läuft und läuft. Die Aussteller dieses kleinen, feinen Segmentes finden auf der boot auf internationaler Ebene ihre hochkarätigen Kunden.

Im Markt für Bootsausrüstungen und Zubehör waren vor allem klassische Artikel wie beispielsweise Segel, Beschläge und Winschen gefragt. Bei den Elektronikanbietern liefen hochwertige Systemlösungen gut, wie sie auch auf größeren Yachten eingesetzt werden. Im Bereich Wassertourismus und Charter zogen die Kunden die europäischen Reviere den interkontinentalen Zielen vor.

Nach wie vor im Trend liegt der Tauchsport. Jeder vierte Besucher wollte sich über neue Ausrüstungen und Reiseziele für Taucher informieren. Surfen hat eine stabile Fan-Gemeinde. Aktuelle Varianten des Sports wie Kitesurfen und eine auf Einsteiger setzende Produktpolitik geben der Branche Impulse.

Als zukunftsträchtig erweist sich der Angelsport. Das neue Sportfischer-Center der boot 2002 wird durchweg als ausbaufähig eingestuft. Im Gesamturteil steht die boot-Düsseldorf sowohl bei Besuchern und Ausstellern unverändert gut da: 98 Prozent der Besucher und drei Viertel der Aussteller loben die Messe und ihr Angebot.


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Themen: bootDüsseldorfMesse

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