Bodensee
Unwetter bringt Segler in Not

Auf dem Bodensee gerieten am frühen Nachmittag des gestrigen Sonntags, 25. Juli 2021, mehrere Segler in Seenot. Einsatzkräfte rückten zu Rettungsaktionen aus

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 26.07.2021
Schwere Frontdurchgänge erwischten am gestrigen Sonntag mehrere Segler auf dem Bodensee unvorbereitet Schwere Frontdurchgänge erwischten am gestrigen Sonntag mehrere Segler auf dem Bodensee unvorbereitet Schwere Frontdurchgänge erwischten am gestrigen Sonntag mehrere Segler auf dem Bodensee unvorbereitet

Polizeidirektion Schwaben-Südwest Schwere Frontdurchgänge erwischten am gestrigen Sonntag mehrere Segler auf dem Bodensee unvorbereitet

Das Unwetter war vorhergesagt, und doch waren mehrere Segler auf dem See, als das Unwetter losbrach, wie dem Einsatzbericht der Wasserschutzpolizei zu entnehmen ist:

"Bereits vor Auslösung der Starkwindwarnung war die Wetterfront deutlich über dem Schweizer Ufer zu erkennen. Deshalb wurden bereits mehrere Stand-up-Paddler von der Besatzung des Polizeibootes Hecht im Bereich der Lindauer Insel rechtzeitig ans Ufer geschickt.

Eine halbe Stunde nach Auslösung der Starkwindwarnung geriet ein rotes Segelboot vor Nonnenhorn besetzt mit zwei Personen in Not. Die Besatzung hatte nicht rechtzeitig ausreichend gerefft. Beim Bergen des gerefften Großsegels wurde das Segelboot durch Böen in Sturmstärke mehrmals flach auf das Wasser gedrückt, lief aus dem Ruder und schoss in den Wind. Durch den starken Wind zerriss das Vorsegel. Das Segelboot wurde während des Bergen der Segel mit dem Polizeiboot Hecht begleitet bis das Segelboot mit eigener Motorkraft einigermaßen sicher in Richtung Kressbronn weiterfahren konnte.

Eine weitere Begleitung war nicht möglich, da ein zweites Segelboot offensichtlich in Not war. Die Besatzungsmitglieder dieses Bootes hatten bereits die Segel geborgen. Die Rollfock wurde durch den Wind teilweise wieder ausgerollt und war zerrissen. Die Besatzung wollte von Bord. Eine Übernahme auf das Polizeiboot war aufgrund des Seegangs zu gefährlich und deshalb nicht möglich. Auch dieses Segelboot wurde durch Windböen und Seegang mehrmals flach auf das Wasser gedrückt. Durch die Besatzung des Polizeibootes Hecht wurde über die Einsatzzentrale das Wasserwachtboot Seewolf zur Unterstützung angefordert. Bis zum Eintreffen des Wasserwachtbootes wurde das Segelboot durch das Polizeiboot begleitet. Das Segelboot wurde später durch das Wasserwachtboot in Schlepp genommen, da auch der kleine Außenbordmotor ausgefallen war.

In der Zwischenzeit passierte eine Segelboot aus Sankt Gallen das Polizeiboot. Auch bei diesem Segelboot gab es offensichtlich ein Problem, da auch hier das Vorsegel killte und offensichtlich gerissen war. Eine Hilfeleistung war zunächst nicht erforderlich. Später hatte das Segelboot vor Wasserburg Probleme beim Einlaufen in den Hafen. Der Einsatz wurde vom Polizeiboot V20 aus Hard übernommen und das Segelboot in den Hafen begleitet. Ein viertes Segelboot, das ebenfalls vor Wasserburg (B) Probleme hatte, wurde durch das Polizeiboot aus Friedrichshafen in den sicheren Hafen begleitet. "


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