Bootsbau

Bavaria mit neuem Führungsteam

Umbau bei Deutschlands größter Sportbootwerft: Werftchef Lutz Henkel stellt Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb unter neue Leitung

Jochen Rieker am 06.11.2015
Lutz Henkel

Erstmals mit selbst gewählter Crew unterwegs: Bavaria-Chef Lutz Henkel  

Nach dem Wechsel an der Bavaria-Spitze zu Anfang des Jahres sind jetzt auch auf Managementebene mehrere Schlüsselpositionen neu besetzt worden. CEO Lutz Henkel, selbst erst seit 1. Februar im Amt, gab gestern das umfangreiche Revirement bekannt – und zeigte sich zugleich überaus optimistisch, was die weiteren Wachstumsperspektiven der Marke betrifft.

  • Als Leiter der Produktentwicklung ist bereits seit Sommer Alexander Berg an Bord. Er soll für den gesamten Prozess von der Konzipierung bis zur Serienreife der künftigen Segel- und Motoryachten von Bavaria verantwortlich zeichnen. Berg hat zwar kein Know-how in der Großserie, verfügt jedoch über langjährige Branchenerfahrung als Werftchef von kleinen, feinen  Marken wie Degerö und Scangaard.  
  • Neuer Vertriebsleiter ist Jürgen Scholz. Als Quereinsteiger mit einem Hintergrund als Berater soll er den Verkauf international neu ausrichten und die Arbeit der weltweit mehr als 100 Händler koordinieren.
  • Er wird unterstützt von Martin Bijl, der verantwortlich ist für den Servicebereich Finanzierung und Leasing. 
  • Thorben Will als Marketingleiter komplettiert die neue Führungsriege bei Bavaria. Er kommt von Hanseyachts, wo er bis vor wenigen Wochen als Pressesprecher tätig war. 


Der umfangreiche Umbau ging bemerkenswert schnell vonstatten. Er war notwendig geworden, weil die Giebelstädter Werft zuvor prominente Abgänge zu verzeichnen hatte – darunter Entwicklungschef Daniel Kohl sowie Marketing- und Vertriebsleiter Meik Lessig, beide seit vielen Jahren im Haus.  

Bavaria-Chef Lutz Henkel, der von Salona an den Main gekommen war, sieht durch den Wechsel den Erfolg des Unternehmens nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil:  Die bestehenden Teams seien "verstärkt worden". Er betonte in einer Mitteilung den kontinuierlichen Aufwärtstrend der Marke. 

Den bisherigen Geschäftsverlauf wertet Henkel als Bestätigung. Nach YACHT-Informationen erwirtschaftete das Unternehmen einen operativen Rohertrag von ca. 1 Mio. Euro und lag damit im Plan. "Bavaria hat im Geschäftsjahr 2014/15 seine Unternehmensziele voll erreicht", erklärte der CEO. "Für die kommenden Jahre haben wir sehr realistische, aber auch gleichzeitig sehr ehrgeizige Ziele." 

Mit der neuen Führungsriege hat Henkel jetzt erstmals ein von ihm selbst  berufenes Team zur Umsetzung seiner Pläne – und ein konjunkturelles Umfeld, das zwar nicht einfach, aber doch freundlicher ist als noch vor ein, zwei Jahren. Gute Voraussetzungen also für eine weiterhin positive Entwicklung.   

Jochen Rieker am 06.11.2015

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