Wasserqualität
Badegewässer in Europa sauber wie nie

EU-Studie zeigt, an welchen Küsten und Binnenseen Segler sorglos baden gehen können – Deutschland mit Spitzenreiter bei der Wasserqualität

  • Ricarda Richter
 • Publiziert am 26.05.2016

YACHT/M. Amme

Die Qualität der Badegewässer in Europa hat sich in den letzten 40 Jahren deutlich verbessert. Das zeigt ein Bericht, den die Europäische Umwelt Agentur (EUA) und die Europäische Kommission mit den Werten für das Jahr 2015 herausgegeben haben. In über 21 000 Küsten- und Binnenbadeorten in der EU, der Schweiz und Albanien wurden Wasserproben genommen, die auf Fäkalverschmutzungen und tierische Exkremente überprüft wurden.

"Unsere Bewertung zeigt, dass die Gewässerqualität über die Jahre erheblich gestiegen ist. Mehr und mehr Badegewässer erfüllen nicht nur die Mindestanforderungen, sondern genügen höchsten Ansprüchen. In einigen Städten können die Menschen sogar ein Bad in öffentlichen Hafenschwimmbädern genießen", sagt Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA.

European Environment Agency Wie die offizielle Tabelle zeigt, gehört Deutschland zu den Spitzenreitern bei der Wasserqualität seiner Badeorte. Den ersten Platz belegt Luxemburg

Besonders hoch ist Wasserqualität in Luxemburg, Zypern, Malta, Griechenland, Kroatien, Italien, Deutschland und Österreich. Über 90 Prozent der Proben erhielten hier die Note "ausgezeichnet".

Absolut gesehen gehört Italien gleichzeitig aber auch zu den EU-Mitgliedstaaten mit der höchsten Zahl an Badegebieten mit schlechter Wasserqualität. An 95 Orten wurden dort und auch in Frankreich unzureichende Werte gemessen. In Spanien waren es 58 Orte. Besonders negativ fallen die Werte im Nicht-EU-Mitgliedstaat Albanien aus. Dort wurden noch knapp 40 Prozent aller Badegewässer als verschmutzt eingestuft.

Die insgesamt positive Bilanz führen die Behörden auf die etablierten EU-Rechtsvorschriften und die jahrelangen Investitionen in die Wasserinfrastruktur zurück. 96 Prozent aller Badeorte entsprechen inzwischen den Mindestanforderungen. Größere Städte wie Blackpool, Kopenhagen oder München profitieren vor allem von einer verbesserten Kanalisation.

1991 entsprachen lediglich 56 Prozent der europäischen Badeorte den höchsten Standards. Der Anteil stieg in den rund 9600 jährlich geprüften Gewässern seitdem auf inzwischen 87 Prozent. Für den nun vorliegenden Bericht hatten erstmals alle EU-Mitgliedstaaten ihre Badegebiete gemäß der neuen Badegewässerrichtlinie von 2006 überwacht. Die erste entsprechende Richtlinie war bereits vor 40 Jahren erlassen worden.

Zu der interaktiven Tabelle mit den einzelnen Werten gelangen Sie hier.

Zu der interaktive Karte, um sich die Werte für jeden beliebigen Badeort anzeigen lassen, gelangen Sie hier.

European Environment Agency MIt der interaktiven Karte der Europäischen Umwelt Agentur lässt sich für jeden Ort in Europa die Wasserqualität bestimmen


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: BadegewässerBadenBadeorteEU-KommissionEuropaEuropäische Umwelt AgenturWasserinfrastrukturWasserqualität

Anzeige