Hochsee-Segeln

Auszeichnung für Jimmy Cornells Lebenswerk

Trans-Ocean hat Blauwassersegler geehrt: für erfolgreiche Weltumsegelungen, Verdienste ums Langfahrtsegeln und einen ungewöhnlichen Einhandtörn in Hohe Breiten

Kristina Müller am 27.11.2017
TO-Preise 2017
YACHT/K.Müller

Jimmy Cornell – Weltumsegler, Buchautor und Gründer der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) – hat den Wanderpreis Ocean Award des Hochseeseglervereins Trans-Ocean e.V. (TO) erhalten. Für seine seglerische Lebensleistung, mehr aber noch aufgrund der Verdienste um das Blauwassersegeln hat die Jury Cornell für den vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Preis ausgewählt. Mit seinen Aktivitäten habe er das Blauwassersegeln zugänglicher und populärer gemacht. Hervorgehoben wurde die Publikation nautischer Handbücher wie die „Segelrouten der Welt“ und „Cornells Atlas der Ozeane“, die Gründung des Blauwasserportals www.noonsite.com sowie die Initiierung von Segelrallys wie der ARC und der Odyssey. All dies habe zahlreiche Segler bei den ersten Schritten in Richtung Langfahrt unterstützt.

Der TO-Preis wurde an Susanne Huber-Curphey („Einhand zu zweit“, Delius Klasing) vergeben, für die Einhand-Durchquerung der Nordwestpassage von West nach Ost mit ihrer Aluyacht „Nehaj“. Hervorgehoben wurde ihre gute Seemannschaft während des anspruchsvollen Törns. Huber-Curphey ist die erste Frau, die den arktischen Seeweg allein durchquert hat. Über Skype wurde sie aus Kanada zugeschaltet, wo sie derzeit an Bord ihrer Yacht ist. Man müsse so eine Reise nicht ankündigen, „sondern einfach machen“, sagte sie. Im Vorjahr war Mareike Guhr für ihre Weltumsegelung mit dem Katamaran „La Medianoche“ mit dem TO-Preis ausgezeichnet worden.

TO-Preise 2017

Susanne Huber-Curphey – per Bild und Ton zugeschaltet aus Kanada – erhielt den TO-Preis für die Durchquerung der Nordwestpassage. Im Vordergrund die Laudatoren Marlene Frisch, Mareike Guhr, Martin Birkhoff

Es sei vielleicht einfach der kürzeste Weg nach Hause gewesen, wurde augenzwinkernd spekuliert, als die TO-Medaillen vergeben wurden. 2017 haben sie ausnahmslos Crews erhalten, die ebenfalls die Nordwestpassage durchquert haben: Heide und Erich Wilts („Freydis“), Claudia Rehklau und Jürgen Michallik („Caledonia“), Wolfgang Slanec und Doris Renolder („Nomad“)  sowie Thomas Witt und Tatjana Hartmann („Breakpoint“). Keine der Crews war jedoch persönlich anwesend.

Mit dem Weltumseglerpreis für ihre vor kurzem beendeten Törns um den Globus wurden folgende Crews ausgezeichnet: Peter Bochnik und Helga Langer („Twiga“), Birgit Mester und Karl Kranemann („African Affair“), Jens und Dagmar Garlin („Garlix“), Manfred und Anneliese Stoll („Tulasi“) sowie Familie Goth/Lindenberg mit drei Kindern (“Hapa Na Sasa”).

TO-Preise 2017

.Die Preisträger des Abends in den Hapag-Hallen in Cuxhaven

Für die erfolgreiche Bewältigung der Regatta-Etappe Rio–Horta im Rahmen der Regatta Rio–Horta–Helgoland erhielt die Crew der „Walroß IV“ vom ASV Berlin den Zinnbecher.

Im Rahmen besonderer Törns und Erfolge wurde Jörg Riechers‘ zweiter Platz in der Prototyp-Wertung des Mini-Transat 2017 genannt, ebenso die Teilnahmen von Lina Rixgens, Andreas Deubel und Oliver Tessloff im Serienboot-Klassement. Rixgens und Deubel waren als TO-Mitglieder gestartet und durch den Verein unterstützt worden. Vor dem Hintergrund der wachsendenden Popularität der Mini-Klasse und des Mini-Transats prüft der TO derzeit die Förderung einer kompletten Mini-Kampagne für eine Teilnahme an der Einhand-Transatlantikregatta 2019 oder 2021.   

Kristina Müller am 27.11.2017

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